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Saisonrückblick 2011 und was bringt 2012 7. Dezember 2011

Posted by HipHop_Runs in 2011, Ausblick, Marathon, Planung, Rückblick.
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2011 war zwar kein Superduperhighlightjahr, ich habe allerdings auch wichtige Ziele in diesem Jahr erreicht. Über allem steht natürlich mein erster Marathon am 22.05. in Hamburg. An dieser Stelle nochmal vielen Dank an Christina für den Trainingsplan und @bartlog für die Begleitung zumindest auf den ersten 35km. Der Weg dahin war alles andere als super. Zunächst hatte ich mit einer Zerrung zu tun, die ich mir kurz vor Weihnachten 2019 zugezogen habe und auf Grund meiner Ungeduld und zu wenig Ruhe sich länger hin zog als eigentlich notwendig. Ich hatte dadurch auch etwas an Gewicht zugelegt und hatte im gesamten Jahr erhebliche Mühe nicht weiter zu zu nehmen.

Nach der ersten Trainingsverzögerung kam ich zum ersten Saisionhöhepunkt, dem Halbmarahon in Prag Anfang April doch einigermaßen in Schwung. Mit der Teilnahme an den Halbmarathons in Prag, Basel und Lindau/Bregenz bin ich in meinem Projekt der 25 Halbmarathons erheblich weiter gekommen. Mit den drei Teilnahmen, kann ich den Länder Tschechien, Österreich, Schweiz und Bayern abhaken. Ich habe mir allerdings überlegt, dass in den folgenden Jahren jeweils 4 Halbmarathons pro Jahr etwas viel sind, wenn man vor allem die Zeit für ein ordentliches Marathontraining finden will.

Vielleicht könnten es in den nächsten Jahren zwei Marathons pro Jahr werden, sollte ich gesund bleiben. Als erstes Highlight steht im nächsten Jahr der Venloop in Venlo (NL) an. Gerd von den Borbecker Raketen hat mir über Twitter und Blog einiges über den Lauf erzählt, so dass ich neugierig geworden bin. Wie ihr an dem Banner auf der rechten Seite erkennen könnt, zieht es mich dieses Jahr zur Re:publica 12 noch Berlin. Das trifft sich gut mit den BIG 25 am 06.Mai, die ich sehr gut als Marathonvorbereitung nutzen kann. Der erste Saisonhöhepunkt soll dann am 20. Mai beim Rhein-Ruhr-Marathon in Duisburg sein.

Für die zweite Saisonhälfte habe ich noch keine konkrete Planung, aber mir schon einige Varianten überlegt. Die beiden Eckpunkte werden sein „Laufe ich noch einen zweiten Marathon?“ und „Wo wohin führt der Ausflug meines Vereins im nächsten Jahr?“. Sollte ich noch eine zweiten Marathon laufen wollen, aber nicht beim Lauftreffausflug dabei sein, würde sich der Frankfurt Marathon und als Vorbereitung der Saarschleife (Halbmarathon) anbieten. Im Lauftreff tendiert man als Ziel für den Ausflug zum Harz mit der Möglichkeit zur Teilnahme am Brocken Gebirgslauf (M & HM). Da dieser Lauf nicht gerade zu den einfachsten gehört, würde ich, wenn ich am Ausflug teilnehme (und den HM mache) vorher einen Marathon absolvieren. Mir ist da der Münster Marathon im September in den Sinn gekommen. Wenn ein zweiter Marathon im Herbst kein Thema mehr ist, kann ich mit Saarschleife und Harz zwei weitere Bundesländer in meinem Halbmarathon-Projekt abhaken. Wie Ihr merkt ist die Sache noch nicht ganz zu Ende gedacht. Ich denke ich werde noch einige Zeit überlegen müssen, bis mir ein vernünftiger Plan für die zweite Jahreshälfte einfällt. Ich werden nun erst einmal das Kalenderjahr beim 1. Herborner Silvesterlauf ausklingen lassen und vorher über meinem Trainingsplan grübeln (oder Christina mailt ihn mir vorher *lach*).

 

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Mit ARQUE von Kelkheim nach Mainz 20. November 2011

Posted by HipHop_Runs in 2011, Laufen, Laufstrecken.
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Vielleicht sollte ich zunächst erklären, was mit ARQUE gemeint ist und was der Sinn des ARQUE-Laufs ist? Hinter ARQUE verbirgt sicht die Arbeitsgemeinschaft für Querschnittsgelämte Rhein-Main-Nahe e.V., die zum Sammeln von Spenden über das Jahr verteilt diverse ausdauersportliche Veranstaltungen organisiert. Eine davon ist der jährlich im November stattfindende ARQUE-Lauf oder seit dem letzten Jahr ARQUE bike & run. Der Lauf führt über 34,7 km von Kelkheim über Hofheim, Försheim und Kastel zum Liebfrauenplatz am Mainzer Dom. Die Biker haben die Möglichkeit die Strecke einfach oder hin- und zurück zu absolvieren und kommen bei der vollen Distanz auf 75 km. Der Lauf erfolgt in geführten Gruppen je nach Pace zwischen 5:00 min/km bis 7:00 min/km. Auf der Strecke befinden sich 3 Verpflegungspunkte bei 13, 21 und 27 km an denen es die Möglichkeit des Einstiegs gibt für Teilnehmer, die nicht die volle Distanz absolvieren möchten.

Nebel und schattige 3° am Start in Kelkheim

Los ging es am Sonntag um 9.00 Uhr bei frostigen Temperaturen und dichtem Nebel an der Sportanlage „Am Reis“ in Kelkheim. Ich hatte mich in der Gruppe mit der Pace 6:00 min/km einsortiert und war zunächst mit Elan bei der Sache. Die Gespräche meiner Laufkollegen kreisten zunächst um die Zubereitung von Weihnachstmenus. Den ein- oder anderen Geheimtipp bei den Rezepten für Rouladen und rheinischen Sauerbraten konnte ich da abgreifen.

Die Strecke führte zunächst Querdurch Kelkheim, wobei nach ca. 2km eine zweite Gruppe von einem anderen Startort hinzustieß. Nach ca. 3,5km verläßt die Laufgruppe das Ortgebiet Richtung Landgaststätte Gundelhard. Zu meiner Überraschung wurden wir sogar von einer Bläsergruppe am Wegesrand verabschiedet.

Erster Verpflegungspunkt in Hofheim-Marxheim

Der Weg führt zunächst ca. 2-3km stetig bergauf, bevor es Richtung Hofheim wieder bergab geht. Die Gruppe durchquert die Kreisstadt des Main-Taunus-Kreises bevor am Ortsausgang von Marxheim an der Shell-Tankstelle die erste Verpflegung liegt. Begleitet von der Polizei auf einem Motorrad läuft die Gruppe nach Weilbach, wo nach kurzer Zeit die Autobahn A3 überquert wird. Der nächste Ort an der Laufstrecke ist Wicker, bevor es am Ortsende auf den Panoramaweg im Regionalpark Rhein-Main vorbei an den mittlerweile abgeernteten Weinstöcken zur zweiten Verpflegung geht.

Durch die Eröffnung der Nord-West-Bahn am Frankfurter Flughafen liegt der Ort Flörsheim, auf dessen Gemarkung die zweite Verpflegung liegt, genau in der Einflugschneise. So hatten die Läufer während der kurzen Rast bei Tee und Bananen das zweifelhafte Vergnügen die anfliegenden Flugzeuge zu betrachten.

Letzte Rast vor dem Ziel in Hochheim am Main

Die Laufstreck führte uns, bei mittlerweile strahlendem Sonnenschein weiter Richtung Main. Die letzte Rast erfolgte an der DLRG-Station von Hochheim, bevor die letzten 7 km über die Kostheimer Maaraue und die Theodor-Heuss-Brücke zwischen Kastel und Mainz zum Domplatz in Angriff genommen wurden.  Bis hier war ich pacemäßig auch noch im grünen Bereich, ob wohl die Gruppe z.T. etwas schneller als 6:00 unterwegs war. Auf dem letzten Teilstück wurde es dann doch etwas hart für mich, vor allem da ich seit September keine Distanzen über 25km mehr trainiert habe. Das es ohnehin kein Wettkampf war, war es mit auch relativ egal als letzter meiner Gruppe ins Ziel auf dem Mainzer Liebfrauenplatz zu kommen.

Das Ziel im Schatten des Mainzer Doms

Nach einer Stärkung mit Bananen, 5-Minuten-Terine und Bier (in dieser Reihenfolge) ging es mit dem Bus zurück nach Kelkheim. Auf der ca. 50 minütigen Busfahrt merkte ich mir schon die Anstrengung an, da mich eine gewisse Müdigkeit überkam. Alles in allem war es ein tolles Laufevent, dass ich versuchen werde im nächsten Jahr zu wiederholen.

Zum Abschluß noch eine Fotogalerie einiger Laufeindrücke.

Hockenheimringlauf, „Jahresbestzeit“ und Mocki auf dem Fahrrad 14. November 2011

Posted by HipHop_Runs in 2011, Laufen.
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Alljährlich bietet der Hockenheimringlauf die Möglichkeit auf flachem Gelände noch einmal eine gute Zeit zu laufen und außerdem bei Würstchen und Bier (oder alternativ Kaffee und Kuchen) die Laufsaison ausklingen zu lassen. Der Lauf findet traditionell an Allerheiligen statt. Ich als Hessen muss mir allerdings Urlaub nehmen, um an diesem wunderbaren Event teilzunehmen, aber was tut man nicht alles. Dieses Jahr hatte ich es eigentlich gar nicht vor zu starten, da ich bereits am Sonntag beim Frankfurt Marathon in der Staffel am Start war. Außerdem wollte ich keine Urlaubstage opfern. Kurz zuvor nervte mein Chef, ich solle doch endlich mal die Überstunden abfeiern und dazu kam noch, dass der Sponsor von Mocki ankündigte, dass die zwei Tage nach dem Frankfurt Marathon am dort Start sein würde. Ich war da ohnehin etwas skeptisch, vertraute aber darauf, dass Mocki zumindest für eine Autogrammstunde an der Strecke sein würde.

Hockenheimring am 01.11.11

Meine Eindrücke wurden bestätigt, denn das Rennen am Sonntag war für Sabrina allen Anscheins sehr hart. Sie entschuldigte sich in ihrem siegerländer Dialekt langwierig, dass sie nicht laufen konnte („Das war gestern das Leiden Christ“ O-Ton Mocki). Aber jeder, der am Sonntag den Frankfurt Marathon gesehen hat, hatte dafür Verständnis. Sabrina beschränke sich darauf, den Startschuß zu geben und die Läuferschaar auf einem, zugegebenermaßen viel zu große,n Fahrrad zu begleiten.

Die Boxengasse vor dem Start

Ich für meinen Teil hatte allerdings von Sonntag noch leichten Muskelkater, so dass ich nicht so ganz wusste, wie ich das Rennen angehen sollte. Das Wetter war optimal. Bei  meiner Abfahrt aus Wiesbaden war noch dicke Nebelsuppe, doch je dichter ich nach Mannheim kam, um so mehr lichtete sich der Himmel. Beim Start um 10:20 hatten wir bestimmt 8° und wunderbaren Sonnenschein. Ich konnte das Rennen in kurzer Laufkleidung angehen.

Mocki schreibt Autogramme

Vom Start weg konnte ich allerdings eine Pace von ca.4:55 gehen, ohne dass es besonders weh tat. Auch hatte ich keinerlei Probleme mit der Luft. Ab Kilometer 3 musste ich allerdings einsehen, dass diese Pace etwas zu schnell war. Aber mit 5:05 bis 5:10 konnte ich während der weiteren Kilometer ganz zufrieden sein. Am Ende stand eine 50:56, was die schnellste 10km Zeit seit fast 2 Jahren für mich ist.

Nach den üblichen Würstchen und Bier habe ich dann äußerst zufrieden die Heimreise angetreten.

#twitterlauftreff-Staffel beim Frankfurt Marathon 13. November 2011

Posted by HipHop_Runs in 2011, Laufen, Twitterlauftreff.
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Startbogen zum 30. Frankfurt Marathon

Sonntag, den 30. Oktober kam es zur ersten #twitterlauftreff-Staffel beim Frankfurt Marathon. @Sancho_P hat die Staffel ursprünglich organisiert, aber nicht in der Formation, in der sie dann endgültig gelaufen ist. Die Idee zur Staffel kam @Sancho_P ungefähr im Juni oder Juli und als Teilnehmer sollten ich als Startläufer, @flynux, @soeren76 und @Sancho_P die Staffel bilden. Alles wurde im Sommer dann beim #twitterlauftreffgrillen in Frankfurt-Bonames festgeklopft. Leider haben sich @flynux und @soeren76 in der Zwischenzeit heftiger verletzt, so dass an eine Teilnahme nicht zu denken war. @Sancho_P musste sich nach erfolgreicher Teilnahme am Köln Marathon einer anstrengenden Herzkatheteruntersuchung unterziehen, so dass nicht klar war, ob wir wirklich antreten.

Erst eine Woche vor dem Frankfurt Marathon hatten wir endlich Klarheit. @Sancho_P hatte unter Auflagen das OK von seinem Doc und zwei Ersatzstarter(innen) waren gefunden. So wurde auch die Startreihenfolge neu gemischt. Ich hatte nach wie vor den Start und übergab nach 12km an @Sancho_P. Zum Halbmarathon übernahm @Jola_rennt, bevor Marianne die Schlußstrecke übernahm.

After-Pasta-Party im Vapiano in Frankfurt

Interessante Aspekte eröffneten sich bei #twitterlauftreff-Tweetup während der Pasta-Party in der Frankfurter Festhalle. Schön, die Menschen im Reallife zu treffen, die man sonst nur über den virtuellen Kanal kennt. Um alle auf zu zählen würde der der Platz nicht reichen, bemerkenswert fand ich Alex (@pixxelrunner) und Christine (@wwwsielaeuftde) aus Hamburg getroffen zu haben. Ebenso bemerkenswert was das Erscheinen von Carsten (@twitt3rless), der nur zum „groupen“ aus München angereist ist. Anschließend gab es noch in anderer Zusammensetzung eine After-Pasta-Party bei einer Pizza-Kette in der Frankfurter Innenstadt, die nicht minder aufschlußreich war.

Die Anspannung vor dem Start steigt

Vor dem Start am Sonntag haben wir uns noch einen Treffpunkt in der Nähe der U-Bahn-Station vereinbart. Es kamen dann doch noch einige Twitterati auf ein kurzes „Hallo“ vorbei, die zum Treffen in der Festhalle nicht konnten. Ich hatte mich mit @MagicMike2311 verabredet, der für seine Staffel ebenfalls den Start übernommen hatte. Aber wie das so ist, bei der Nervosität vor dem Start. Schnell nochmal das Dixi-Klo aufgesucht und der Sportskamerad ist aus den Augen verloren. Ich hatte den gesamten Oktober, ausgehend von meinem Start in Bregenz mit Magen-Darm-Problemen zu kämpfen, die sich an diesem Tag zwar gebessert hatten, aber noch nicht ganz vorüber waren. Ich hatte, auch auf Grund einer zehntägigen Trainingspause, noch nicht das Zutrauen, ob die 12km-Strecke in einer gute Zeit zu absolvieren ist. Ich hatte mir eine Pace von 5:30 min/km vorgenommen, was auf eine Endzeit von 1:06 hinaus lief.

In der Startaufstellung

@MagicMike2311 habe ich dann, dank eines kurzen Telefonanrufs, doch noch in der Startaufstellung gefunden. Michael hatte leichte Probleme mit der Wade und sich vorsorglich mit Kinesiotape „verarzten“ lassen. Seine Vorgabe war „nur nicht zu schnell anfangen“ und hintenraus sehen was geht. Um 10:30 sind wir beide dann auf die Strecke. Mit einer Anfangspace von ca. 5:15 waren wir gut dabei. Auf Kilometer 2 und 3 hatten wir zwischenzeitlich auch eine Pace leicht unter 5:00. Danach machte sich bei mir allerdings das fehlende Training bemerkbar und mir wurde die Luft etwas knapp. Kurz vor der Verpflegung bei Kilometer 5 auf der Bockenheimer Landstraße verabschiedete sich @MagicMike2311, der ein erheblich schnelleres Tempo gehen konnte als ich. Ich habe mich pacemäßig so zwischen 5:20 und 5:25 eingependelt. Auf der Strecke habe ich dann bei Kilometer 8 Jörg (Ultrayogi) aus Oberhausen überholt, der in Frankfurt seinen 110. Marathon absolviert hat. Leider ist es im Ziel nicht zu dem verabredeten Bier gekommen, da wir uns da in der Menge verloren haben.

Nach 1:05:30, also etwas schneller als gedacht habe ich den Staffelstab (in Frankfurt in Form des Zeitnahmechips) an @Sancho_P übergeben. Auf der Rückfahrt zu Start und Ziel habe ich dann wieder @MagicMike2311 in der U-Bahn-Station aufgelesen. Wir sind beide kurz bevor der Führende auf die Zielgerade eingebogen ist an der Messe angekommen. Zu der Zeit habe ich noch nicht ahnen können, das er nur 3 Sekunden nach dem Weltrekort über die Ziellinie läuft. Ich habe noch gewartet bis mit Jan Fitschen der erste Deutsche vorbei läuft, bevor ich mir für den Zieleinlauf der Damen einen Platz in der Festhalle suchen konnte.

Ich habe alle Daumen gedrückt, damit Mocki doch noch ihre PB knackt. Leider hat es nicht gereich, aber sie hat mit einer 2:28 die Qualifikation für London geschafft. Anschließen habe ich auf den Zieleinlauf der anderen #twitterlauftreffler gewartet und es waren einige hervorragende Ergebnisse dabei. Mein „Hamburg-Hase“ Heiko (@bartlog) hat mit 3:06 seine Erwartungen übertroffen.

#twitterlauftreff-Staffel (v.l. @HipHop_Runs, @Sancho_P, Marianne; @Jola_rennt)

Etwa um diese Zielzeit kam auch @Sancho_P auf die Tribüne in der Festhalle. Gespann schauten wir, außer auf den roten Teppich für den Zieleinlauf, auch auf unsere Smartphones, um eine Nachricht von @Jola_rennt zu erhalten. Wir hatten uns so verabredet, dass wir uns am Platz der Republik treffen, um die letzen ca. 700 m gemeinsam ins Ziel zu laufen. Gegen 14:00 haben @Sancho_P und ich uns dann aufgemacht und @Jola_rennt zu treffen. Nachdem so jeder seine Streckenstory erzählt hat, kam auch Marianne vorbei und wir sind gemeinsam ins Ziel gelaufen. Die Zeit von 4:09:38 ist eigentlich unerheblich, allen beteiligten hat es Spaß gemacht und es war ein einmaliges Erlebnis.

Leider konnten wir die anderen Marathonis nicht mehr treffen, da wir den Treffpunkt irgendwie verpeilt hatten. Wir sind dann unter zu Hilfenahme von einigen Bratwürsten an den Hauptbahnhof gelaufen, wo sich unsere Wege trennten und  wir wieder den Kontakt mit der Online-Welt aufnahmen.

Eingegangen, Abgesoffen, Weggebeamt 4. Oktober 2011

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Der Bodensee 3-Länder-Marathon von Lindau nach Bregenz gehört nach diesem Wochenende nicht zu meinen Freunden. Das Laufevent am Bodensee war eingebettet in den Jahresausflug meines Lauftreffs und somit hatte ich keine hochfliegenden sportlichen Ziele. Lauftreffausflüge sind in der Regel mit einem feucht-frölichen Programm umrahmt, so dass eine überragende Leistung nicht zu erwarten war, aber darum ging es auch gar nicht.

Die meterologischen Voraussetzungen waren schon nicht die Besten. Während fast ganz Deutschland bei herrlichem Sonnenschein den Spätsommen genossen hat, waberte über dem Bodensee eine zähe Hochnebeldecke, die erst auf ca. 700 m Meereshöhe den Blick auf die Sonne freigab und auch an den Vortagen am Nachmittag nicht verschwand. Zu allem Überfluß hatte jemand in der Gruppe mit Verdauungsproblemen zu kämpfen und diese dann auch an andere Teilnehmer „verteilt“. Ich konnte von Glück sagen, dass er nicht nur die Viren, sondern auch die entsprechenden Medikamente in der Gruppe geteilt hat.

Seebühne Bregenz mit dem Bühnenbild für "André Chènier"

So stand ich dann mit einem etwas flauen Gefühl in Bregenz am Hafen um auf die Überfahrt nach Lindau zu warten. Da sich das Gefühl in der Magengegend nicht verschlimmerte, habe ich auf die Wirksamkeit des Medikaments vertraut und den Rest auf die aufsteigende Nervosität geschoben. In Lindau angekommen war der Hafen bereits voll von Läufern. Da ich auf dem vorletzten Schiff war, war der Zeitplan recht eng gesteckt, da bereits ca. 30 min vor dem Start die Kleiderbeutelabgabe schließt und man ca. 20 min vor dem Start im Startblock sein soll. Mit 7500 Startern auf den drei ausgeschriebenen Strecken Marathon, Halbmarathon und Viertelmarathon, sowie der Staffel verzeichnete der Veranstalter einen Teilnehmerrekort. Entsprechend eng ging es in der Staraufstellung zu.

Nervosität vor dem Start

Als das Läuferfeld um 11:11 Uhr auf die Strecke geschickt wurde, lichtet sich auch ganz allmählich der Nebel. Meine Nervosität in der Magengegend hatte sich gelegt und ich konnte auch für die ersten 5km mein geplantes Tempo angehen. Nach genau einer halben Stunde habe ich bei Kilometer 5,5 die Grenze nach Österreich überquert. Auf den folgenden Kilometern habe ich allerdings gemerkt, dass dies bereits der zweite Halbmarathon innerhalb von 4 Wochen ist. Ich hatte mit einer gewissen Ermüdung gerechnet, allerdings noch nicht so schnell. Da ich noch gut in der Zeit lag, habe ich mir darüber keine weiteren Gedanken gemacht.

Läuferfeld in der Lindauer Altstadt

Bei Kilometer 11 durchläuft man die Bregenzer Seebühne. Kurz vorher ist ein Verpflegungspunkt den ich etwas vermasselt habe, indem ich am Wasser vorbeigelaufen bin und gegen Ende irgendwas getrunken habe, was mir im nachhinnein nicht bekommen ist bzw. Magenkrämpfe verursacht hat. Es kann allerdings auch sein, dass das Durchfallmedikament in seiner Wirkung nachgelassen hat. Ich habe auf den folgenden Kilometern meine Pace um mindestens 30 sek. reduzieren müssen und sogar die eine oder andere Gehpause eingelegt. Die Einnahme eines Gels, die ich bei km 12 geplant hatte, habe ich seien gelassen, um die Magenprobleme nicht zu verschlimmern.

Bodenseeufer bei Lochau

Im folgenden habe ich mich nur darauf konzentriert ins Ziel zu kommen, egal mit welcher Zeit. Erleichterung gab es bei Verpflegungspunkt an Kilometer 15 kurz nach überqueren der Bregenzer Ach. Hier gab es zusätzlich zu den Getränken auch Bananen. Da ich mich sonst bei Läufen immer mit Gels ernärt habe, war ich zunächst skeptisch. Aber der Gedanke an die Aussage der Sporstkameraden aus dem Lauftreff, das Bananen gut bei Durchfall seien, hat mich dann doch zugreifen lassen. Und in der Tat die Magenkrämpfe ließen nach. Ich konnte zwar nicht an die Pace anknüpfen, die ich zu beginn des Rennens gegangen war, was mir aber in dem Fall ziemlich egal war, das Ziel war jetzt „Ankommen“!

Kloster Mehrerau

Bei Kilometer 18 zur letzten Verpflegung durchquert man das Kloster Mehrerau, bevor man im Bregenzer Casino-Stadion ins Ziel läuft. Mit einer Gesamtzeit von 2:02:08 bin ich in sofern nicht zufrieden, weil es mir unterwegs so dreckig gegangen ist. Positiv an diesem Lauf ist allerdings die super Stimmung an der Strecke und die üppige Zielverpflegung. Nach einigen Bananen im Ziel waren die Magenkrämpfe auch vergessen und ich konnte mich sogar am alkoholfreien Weissbier des Sponsors erfeuen. Noch ein kleines Wort zu Organisation, die alles in allem sehr gut war, allerdings mit 7500 Teilnehmern an die Grenze des machbaren stößt. Bedenklich fand ich allerdings, dass es beim Verlassen des Stadtioninnenraumes zu Staus gekommen ist. Im Falle von unvorhergesehenen Ereignissen kann das schnell zu Problemen mit Drängeleien oder Schlimmerem füren.

Vor dem Ziel im Casino-Stadion Bregenz

Als Fazit beibt fest zu halten, dass ich in meinem Projekt der 25 Halbmarathons nun einen Haken hinter Bayern und Österreich machen kann, aber ich hier noch eine Rechnung offen habe. Die Strecke ist schön und kann bei besserm Wetter, wie mir berichtet wurde, auch richtig reizvoll (Alpenpanorama oder so?) sein. Daneben ist sie, weil es ständig am Bodenseeufer entlang geht, auch relativ flach, so dass eigentlich eine gute Zeit hätte möglich sein können. In diesem Sinne ist eine Wiederholung des Events auf der To-Do-Liste gelandet.

Run to the B(H)eat – Basel 17. September 2011

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Wenn es am Start zu einem Halbmarathon schon 25° sind, weiß man eigentlich schon, dass es keine leichte Veranstaltung wird. Aber alles nach einander. Der Run to the Beat Basel beginnt um 8:30 mit dem Start des Marathons. Um 9:15 startet der Schnupperlauf über 7 km (1/6 Marathon) und der Start des Halbmarathons ist um 11:00. Die Strecke ist so ausgelegt, dass man als Halbmarathoni fast auf der zweiten Runde des Marathons läuft. Es gibt kleine Abweichungen, auf die ich nachher noch komme. Für die Marathonläufer ist des der Kilometer 26, wenn sie erneut am St. Jakobspark, dem Startgeläde, vorbei kommen.  Zur Startzeit des Halbmarathons kommen gerade die Läufer mit einer Zielzeit von 3:45 am Start vorbei.

Ich hatte mir Basel ausgesucht, da es einigermaßen nah ist (um mein Projekt mit den 25 Halbmarathons fortzuführen) und von der Strecke recht eben erschien. Ich hatte gut trainiert und war trotzdem relativ nervös am Start, da ich mir zeitmäßig einiges vorgenommen hatte. Es sollte zumindest eine 1:55 rauskommen, jemehr gegen 1:50 umso besser. Das sonnige Wetter und die recht hohen Temperaturen sollten mich später noch erheblich bremsen.

Start an der St. Jakob-Halle

Das Startgelände um die St. Jakob-Halle ist für ein solches Event sehr gut geeignet. Es gibt genügend Platz zum Umziehen und ausreichend Toiletten. Nur die Kleiderbeutelabgabe (3 LKW hinter der Halle) hätte etwas besser ausgeschildert werden können. Ansonsten gab es von meiner Seite keine Kritikpunkte an der Organisation.

Nach dem Start, wie gesagt bei 25° und Sonnenschein führt die Strecke zunächst nach Norden an der Birs entlang, die nach ca. einem Kilometer Richtung Birsfelden überquert wird. Ich war natürlich wie immer zu schnell. Ich hatte mir eine Pace von 5:21-5:17 vorgenommen und der Garmin zeigte eine 5:10 für den ersten Kilometer. Nach 3 Kilometern erreicht das Läuferfeld das Kraftwerk Birsfelden und biegt nach links, das Rheinufer entlang, ab. Die Läufer überqueren die Birs auf einer Holzbrücke, die unter dem getrappel der Laufschuhe anfängt zu dröhnen. Meine Pace war bis hier her immer noch leicht zu schnell, ich habe mich aber nicht schlecht dabei gefühlt.

Nach 5 km verlassen die Läufer den St.Alban-Rheinweg um schräg links den Mühlberg hoch zu laufen. Dies ist die einzige Steigung des Laufes, aber dafür ganz schön knackig. Auf ca. 300m geht es 20m in die Höhe, um nach kurzer Flachpassage mit der Wettsteiner Brücke den Rhein zu überqueren. Hinter der Brücke liegt der zweite Verpflegungspunkt und die Läufer biegen auf den Oberen Rheinweg ein. Der Straßenbelag besteht hier, wie auch in Prag, aus Kopfsteinpflaster. Ich habe es allerdings bei weiten nicht so störend empfunden wie im April. Ich nehme an, dass es daran lag, dass es erst Kilometer 6 und nicht 18 war.

Auf diesem Streckenabschnitt pendelte sich meine Pace auch in dem geplanten Bereich von 5:17 ein, aber die steigende Hitze machte mir zunehemend zu schaffen. Es wird gut und gerne 28° gehabt haben. Ich war froh schattige Streckenabschnitte zu finden. Ideal war hier die Passage am Hochhaus von Novartis.

Der nachfolgende Streckenabschnitt ist nicht mehr ganz so ansehnlich, da das Läuferfeld den Basler Hafen und ein Industriegebiet durchqueren. Hier wurden meine Schritte auch langsamer. Ein Blick auf mein Garminverriet mir, dass meine Pace zwischenzeitlich sich auf 5:36 verlangsamt hatte.  Das Studium des Streckenplans vor dem Rennen zeigte, das bei Kilometer 12,5 ein Getränkestand sein sollte, also habe ich vorher mein mitgenommenes Gel eingeworfen. Der Getränkestand kam gefühlt zwar etwas später, aber das lag dann eher an der weiteren Verlangsamung meiner Schritte.

Der Streckenabschnitt ab Kilometer 11 war das totale Kontrastprogramm zu der Industrielandschaft am Hafen. Hier ist auch die „Ausleitung“ der Marathonläufer, die eine andere Strecke zum Ziel nehmen. Die Halmarathonstrecke führt bis ca. Kilometer 14 an der Weisse entlang. Die Wiesen am Fluß werden von den Baselern gerne als Grillwiese genutzt, sodass den Läufern der Duft der Grillfeuer um die Nase weht. Auch die Tatsache, dass die Strecke zum großen Teil im schattigen Wald liegt ist ein großer Vorteil.

Kurz vor Kilometer 14 überquert die Laufstrecke die Weisse und dreht in südliche Richtung dem Ziel entgegen. Die Strecke führt nur über sonnendurchflutete, schattenlose Felder. Langsam begann allerdings das Gel seine Wirkung zu entfalten, so dass sich meine Schritte wieder beschleunigten. Ab Kilometer 16 konnte ich wieder eine Pace von ca. 5:20 gehen und habe einige Läufer, die mich zuvor überholt hatten wieder kassieren.

Vor dem letzten Getränkestand bei Kilometer 18km kommen auch die Marathonis wieder dazu. Die Strecke verläuft durch ein Wohngebiet zum Badischen Bahnhof, der in einem Tunnel unterquert wird. Hier ist mir etwas seltsames passiert: Ich bin auf den Marathon-Pacemaker für 4:30 aufgelaufen. Um ihn herum eine dichte Traube von Läufern, die dem Pacemaker folgten. Da im Tunnel die Strecke für die Läufer verengt wurde war es sehr schwierig an den Marahonis vorbei zu kommen, denn diese hatte ein sehr viel langsameres Tempo drauf als ich vorhatte.

Basler Rathaus auf dem Marktplatz

Nach einem kurzen Schlenker über die Basler Messe biegt man für den letzten Kilometer auf die Clarastrasse, der Einkaufsstrasse in Kleinbasel, ein. Hier konnte ich noch ettliche Läufer einholen. Ich überquere die Mittlere Brücke daraufachten nicht über die Strassenbahnschienen zu stolpern und laufe zum Ziel auf dem Marktplatz direkt vor dem Basler Rathaus. Die Uhr bleit für mich bei 1:53:48 stehen.

Ausgepumpt und glücklich ziehe ich mir noch das ein oder andere schweizer Sponsorengetränk rein, hole meine Tasche, ziehe mich um und fahre zum Hotel. Ein aufregender und heißer Halbmarathon ist zu Ende gegangen. Mehr am 2. Oktober zwischen Lindau und Bregenz zum 3.Länder-Marathon.

3x Ironman und zurück 14. August 2011

Posted by HipHop_Runs in 2011, Laufstrecken.
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Meine heutige lange Laufrunde habe ich so geplant, dass ich die Akteure des Ironman 70.3 in Wiesbaden mindestens dreimal auf der Strecke beobachten konnte. Nach dem gestrigen Twitterlauftreffgrillen war ich heute morgen gar nicht so frisch und brauchte etwas um in die Gänge zu kommen. Darum bin ich auch erst gegen halb 9 losgekommen. Meine Strecke führte mich über Hessloch nach Naurod-Erbsenacker, wo die Teilnehmer die erste größere Steigung zu absolvieren hatten.
Nach kurzem Anfeueren einiger Teilnehmer führte mich mein Weg zur Platte. Auf der neuen Radstrecke des Ironman 70.3 ergibt es sich, dass die Teilnehmer hier zweimal vorbei kommen.
Ich wusste, dass Sortskammerad Gerhart aus meinem Verein nach seiner Planung so gegen 11 Uhr auf der Platte sein würde. Was ich nicht erwartete ist, dass er mich früher erkannte und mir unvermittelt sein Rad in die Hand drückte, weil er ganz dringend für kleine Ironmänner musste. Anschließend kam der angenehmere Teil der Laufstrecke für mich, 8km Abstieg zur Laufstrecke an der Danziger Strasse in Sonnenberg. Die Spitze war zu dieser Uhrzeit leider schon druch, aber ich konnte noch zwei Bekannte auf der Laufstrecke anfeuern. Nach 30 Minuten Pause habe ich dann meine Runde über die Schuppstrasse und den Weg durch die US-Army-Siedlung nach 26km beendet.

Museumserlebnistage im Rheinland (Teil 2) 5. August 2011

Posted by HipHop_Runs in 2011, Ausflug, Museum.
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LWL-Museum für Archäologie in Herne

Am Samstag ging es dann bei nebligem und nieseligen Wetter von Oberhausen nach Herne, Ziel war das LWL-Museum fürArchäologie. Als Frühaufsteher musste ich mich ganz schön bremsen nicht zu früh vor der Tür zu stehen, da das Museum für Archeologie erst um 11 Uhr öffnet. Meine Geduld wurde belohnt. Neben einer perfekt inzenierten Dauerausstellung die chronoligisch die Funde von der Urzeit bis in die neuere Geschichte zeigt und beschreibt, wird eine Sonderausstellung „Fundgeschichten“ gezeigt. Hier zeigt das Museum an Hand von spannend erzählten Abläufen, wie die gezeigten Exponate nach Jahrtausende wieder an die Oberfläche gelangt sind. Zu sehen ist z.B. das fasst vollständig erhaltene Skelett eines erstmals gefundenen Schwimmsauriers, der daraufhin nach seinem Entdecker einem 19 Jährigen Hobbyarcheologen benannt wurde. Aber auch andere Funde sind äußerst spannend zu erfahren. So wurde im Hafenbecken der römischen Siedlung Köln eine Kiste mit kleinen Öllampen gefunden, die warscheinlich zu damaliger Zeit über Bord gegangen sein muß. Die Anzahl der Lampen deutet darauf hin, dass es sich schon fast um industriell angefertigte Waren gehandelt haben könnte.

 

NRW-Forum in Düsseldorf

Nach einer kurzen Mittagspause und einer ca. einstündigen Bahnfahrt komme ich zu meinem letzten Programmpunkt im NRW-Forum Düsseldorf. Mitte Mai habe ich ja bereits die Ausstellung „Zeitgeist und Glamour“ besucht, zu der ich irgendwie keinen geistigen Zugang bekommen habe. Bei der jetzigen Ausstellung war das etwas gänzlich anderes. Der Titel der Ausstellung lautet „Container-Architektur„.
Es werden Fotografien, Entwürfe oder Modelle von „Wohngebäuden“ aus standardisierten Transport-Containern gezeigt. Dabei übt für mich als Techie die Tatsache eine gewisse Faszination aus, dass quasi als „Grundstoff“ immer die gleiche quaderförmige Einheitskiste heralten muß. Die von Architekten entworfenen Gebäude haben aber eine solche Vielfalt und soviel Innovation, die mich begeistert hat. Auch die eher technisch-kühl gehaltenen Präsentation des Themas ist dem Umfeld angemessen und „passt ins Bild“. Ich kann nur jedem empfehlen, der Spaß an „Lego“ hat sich diese Ausstellung anzuschauen. Aber auch die Auseinandersetzung mit den Themen „Wohnungsnot“ und „temporäre Behausung“, „mobiles oder nomadisches Wohen“ sowie die Bereitstellungvon Unterkünften in Katastrophen-Szenarien sind Aspekte dieser Ausstellung.

Nach einer etwas hektischen Bahnfahrt mit kurzfristigen Gleisänderungen, Zugumleitungen und Stellwerksstörungen bin ich dann voll schöner Erinnerungen zu Hause angekommen.

Museumserlebnistage im Rheinland (Teil 1) 1. August 2011

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Gasometer Oberhausen

Bei meinem letzten Ausflug ins Ruhrgebiet habe ich es aus diversen Gründen nicht hinbekommen dem Gasometer in Oberhausen einen Besuch abzustatten. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Als dann vor Wochen mein Chef meinte, ich solle mal meine Überstunden abbauen, kam mir gleich die Idee für einen Kurztrip. Als weitere Programmpunkte habe ich mir das Rheinische Industriemuseum in Oberhausen, das Westfälische Archeologische Museum in Herne und das NRW-Forum in Düsseldorf ausgesucht.

Angefangen habe ich mit dem LVR-Rheinischen Industriemuseum in Oberhausen. Das Museum liegt, für die Bahnanreise günstig auf der Rückseite des Haptbahnhofs Oberhausen. Hier ist eine Dauerausstellung zum Thema „Schwerindustrie“ zu sehen. Die Ausstellung beeindruckt durch sehr gut ausgewählte und aufbereitete Exponate, sowie eine klare chronologische Gliederung. Von den Anfängen im 17. Jahrundert bis zum Strukturwandel im Ruhrgebiet gegen Ende des vergangenen Jahrunderts wird an Hand vor anschaulichen Exponaten und Schautefeln die Geschichte der Schwerindustrie im Ruhrgebiet nachgezeichnet. Diese war nicht frei von „Nebenwirkungen“ wie der fortschreitenden Umweltzerstörung oder Einflüsse auf die Arbeitsbedingungen der Menschen.

Ausstellung Schwerindustrie im Rheinischen Industriemuseum

Nach einem kurzen Imbiss im CentrO Oberhausen, landestypisch mit Currywurst, habe ich die Ausstellung „Magische Orte“ im Gasometer besucht. Das 117,5 m hohe Industriedenkmal beherbergt auf seinen zwei Ausstellungsebenen eine Fotoausstellung, die sich mit Natur- und Kulturdenkmälern der Erde beschäftigt. Neben beeindruckenden Fotografien von vielen UNESCO-Weltkulturerbestätten ist auf der dritten Ebene eine lebensgroße Nachbildung eines Regenwaldbaumes zu sehen. Eine Fahrt mit dem gläsernen Aufzug auf die Aussichtsplattform auf dem Dach des Gasometers läßt die 43m hohe, beleuchtete Baumfigur, trotz ihrer Grösse wieder relativ klein erscheinen. Vom Dach des Gasometers hat man einen wunderbaren Rundbilck über das Ruhrgebiet.

Ausstellung "Magische Orte" im Gasometer Oberhausen

Nach als Läufer habe ich es mir nicht nehmen lassen nach Ankunft im Hotel auf eine kleine Laufrunde am Rhein-Herne-Kanal zu gehen.


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20 Jahre Gegenwart – „Geburtstag“ des Museums für Moderne Kunst in Frankfurt 20. Juni 2011

Posted by HipHop_Runs in 2011, Ausflug, Museum.
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Mit diesem Titel eröffnete das Museum für Moderne Kunst in Frankfurt gestern seine Jubiläumsausstellung. Gezeigt werden ca. 1000 Werke aus den Jahren 1960 bis heute. Um die umfangreiche Ausstellung zu präsentieren reicht das postmoderne Gebäude in der Braubachstraße nicht aus, so dass zusätzlich das ehemaligen Gebäude der Degussa am Main-Tor genutzt wird. Das Gebäude wird nach Ende der Ausstellung abgerissen und bietet als Bürogebäude einen ganz neuen Kontext für die Kunstwerke.

Zur Geburtstagsfeier hat das Museum am Sonntag ein „Open House“ organisiert mit stündlichen Führungen, kostenfreien Velotaxis zwischen den Lokationen und Imbisständen auf der Straße. Vor allem an den Führungen merkte man, dass die Ausstellung auf den letzten Drücker fertig worden ist, was das Engagement und Fachwissen der Mitarbeiter in keiner Weise schmälern soll.

Museum für Moderne Kust in Frankfurt

Die im Main-Tor-Areal gezeigten Werke geben einen guten Querschnitt durch 40 Jahre zeitgenössische Kunst. Allerdings überwältigt den Besucher auch die schiere Menge auf den 6 Stockwerken Ausstellungsfläche. Bei dem Wort Menge fällt die Überleitung zum dem Besucheraufkommen leicht. Denn sicherlich ist zeitgenössische Kunst kein einfaches Thema und trotzdem stauten sich zum Teil die Besucher in den Gängen.

Main-Tor-Areal

Viele der gezeigten Stücke werden nach der Jubiläumsschau wieder im Depot des Museums verschwinden. Um so interessanter finde ich den Anspruch der Museumsmacher dem Publikum diese umfassenden Einblicke zu bieten.

Mir persönlich hat am besten das Video „Bejing“ von Sarah Morris im Level 2 des MainTor-Gebäudes, die Rauminstallation „Twilight Arch“ von James Turrell, sowie Clive Bakers „Rio – Hommage an Marlon Brando“ gefallen. Bestimmt wird jeder Besucher „seinen“ Favoriten unter den Ausstellungsstücken finden, aber genauso Werken begegen mit denen er nichts anfangen kann oder die ihn fragend zurücklassen. Aber gerade das finde ich das Faszinierende an moderner Kunst, das sie Aspekte bietet die im „normalen“ Alltag selten bis nie auf einen zu kommen.

Die Ausstellung im MMK in Frankfurt läuft noch bis zum 9.Oktober.

Happy Birthday MMK