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Hessische Meisterschaften der Finanzämter 2012 in Treysa 29. Juni 2012

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Bis vor einem halben Jahr hätte ich noch nicht einmal gewusst, das es sowas gibt, geschweige, dass ich daran teilnehme. Ich arbeite jetzt schon im fünften Jahr für den IT-Dienstleister des Landes Hessen und bin auch fast genauso lange Mitglied der Betriebssportgemeinschaft, aber es gehört wohl zu den Besonderheiten im IT-Geschäft, dass die Zusammenarbeit mit den Fachdienststellen eher zäh ist. Es gab die letzten Jahre nie einen Aufruf an einer solche Veranstaltung Teil zu nehmen, obwohl es dieses Jahr bereits zum 26. Mal ausgetragen wird.

Und es ist eine gar nicht so spießige Veranstaltung, wie man beim Namen denke möchte. Es herrscht eine Stimmung zwischen Betriebsausflug und Bundesjugendspiele, wobei der Fokus eher auf Mannschaftssportarten und Freizeitsport gelegt wird. Ein großer Teil der Meisterschaft bildet ein Fußballturnier. Weitere Aktivitäten sind Wandern, Schach, Tennis und Tischtennis, neben einer kleinen, aber feinen Laufveranstaltung.

Ca. Einhundert Läufer aus den verschiedenen Altersklassen waren am Start des 5500m Laufes. Die Strecke führte vom Schwalmstadtion in Treysa über asphaltierte Feldweg in einer kurzen Ründe zurück ins Stadion. Die Strecke war flach und gut zu laufen. Das Wetter war zunächst etwas diesig, doch im Tagesverlauf löste sich der Dunst auf und die Sonne kam recht kräftig zum Vorschein.

Um 10.15 nahm Frau Staatssekretärin Hölscher den Startschuss vor und schickte damit das Läuferfeld auf die Strecke. Für mich ist diese Strecke eher Neuland, da ich ich der Vergangenheit eher die längeren Strecken bevorzugt habe. Die Kollegen und Kolleginnen starteten in den unterschiedlichsten Altersklassen. Die meisten von ihren konnten aber ein flotteres Tempo als ich anschlagen. Allen voran Kollegin Christina, die in den vergangenen Jahren bereits mehrere Meistertitel des HLV über 5000m und 3000m erringen konnte. Das letzte mal, dass ich sie auf der Strecke gesehen habe, war bei Kilometer 2, als sie bereits Gesamtsiebte war. Später hatte Sie einen Vorsprung von ca. 6 Minuten auf meine Zielzeit und ist insgesamt dritte von allen Starten geworden. Erwähnenswert ist auch das Ergebnis von Daniel, der in der Altersklasse M30 Zweiter und mit 21:40 gesamt 11. geworden ist.

Lauftreff der HZD vor dem 5500m-Lauf

Die Betriebssportgemeinschaft der Finanzämter des Schwalm-Eder-Kreises hat mit dem Schwalmstadtion in Treysa eine super Location ausgewählt und für die Organisation der Wettkämpfe und der Verpflegung mit Bier, Softdrinks sowie Bratwurst, Spießbraten und vegetarischer Nudelpfanne ein extra Lob verdient.

Ein weiteres Lob geht von meiner Seite an die Kollegen, die sich an den Fahrgemeinschaften beteiligt haben oder an der Organisation mitgewirkt haben. In der Zukunft ist es, so war der einhellige Wunsch der Beteiliget, zu hoffen, das z.B. durch einheitliche Trikots eine bessere Erkennbarkeit der Mannschaft gegeben sein sollte und dass es den Kollegen, die nicht aktiv an den Wettkämpfen beteiligt sind, die Möglichkeit zum Anfeueren teilzunehmen gegeben wird. Dies ist anderen Finanzämtern durchaus üblich.

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Auf den Berg beim Hessentagslauf 2012 in Wetzlar #Hessentag 9. Juni 2012

Posted by HipHop_Runs in Ausflug, Laufen, Laufstrecken.
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Der Hessentag findet seit 52 Jahren in unterschiedlichen hessischen Städten statt und soll das Gemeinschaftsgefühl der unterschiedlichen hessischen und zugewanderten Bewohner fördern. Ganz nach dem Motto des früheren hessischen Ministerpräsidententen Georg August Zinn „Hesse ist, wer Hesse sein will“. Anlässlich des letzten Hessentages in Oberursel fand erstmalig ein Hessentagslauf statt. Die Macher des diesjährigen Hessentags in Wetzlar wollten das erfolgreiche Experiment ihrer Vorgänger fortführen und für die Laufsporrtfreunde in Mittelhessen ebenfalls ein attraktives und anspruchsvolles Angebot machen. Bei der Planung diese einmaligen Laufereignisses mussten auch besonders die verkehrsmäßigen Einschränkungen der mehr als einwöchigem Großveranstaltung berücksichtigt werden.

Herausgekommen ist meiner Meinung nach eine sehr gelungene Laufveranstaltung, die dem Rahmen des Hessentages angemessen ist. Die Organisatoren des Team Naunheim haben eine anspruchsvolle und landschaftlich attraktive Strecke für den Hessentagslauf 2012 zusammengestellt. Es wurden zwei Wettbewerbe, ein Halbmarathon und 10 km-Lauf, angeboten. Beide Strecken starteten im Wetzlarer Stadion auf der Lahninsel und führten hinter dem Neuen Rathaus Richtung Steindorf. Nach ca. einem Kilometer biegt die Strecke nach links ab und es beginnt eine 3 Kilometer lange Steigung, die ca 140 Höhenmeter beträgt. Bei Kilometer 3 befindet sich das Ausflugslokal Magdalenenhausen. Hier haben die Organisatoren den ersten Erfrischungspunkt platziert. Dies ist auch besonders notwendig, da der nachfolgende Kilometer der steilste der gesamten Strecke ist.

Bei Kilometer 4 hat man bereits den Gipfel des Kurses erreicht. Außer zwei kleinen Anstiegen bei Kilometer 5,5 und kurz vor dem zweitem Erfrischungspunkt am Hofgut Magdalenenhausen geht es von nun an bergab. Die Halnmarathonis hattten von hierab noch eine weitere Schleife zu absolvieren. Die Strecke bis zum Hofgut bestand aus einer breiten asphaltierten Strasse, anschließend folgte ein Stück Betonweg, der ein Überbleibsel aus der ehemaligen Nutzung des Geländes als Truppenübungsplatz ist. Die restlichen Wege waren gut laufbare Feldwege. Ich startete am Frohenleichnamsdonnerstag auf der 10 km-Strecke.

Ich bei Kilometer 7.
Quelle: hessentagslauf-bilder.de, ISA GmbH, Biebertal


Durch die Streckeninformationen, die die Veranstalter auf ihrer Homepage veröffentlicht hatten, war mir bewußt, dass es heute nicht um irgendeine Bestzeit gehen kann, sondern einfach nur um dabei zu sein und Spaß zu haben. Ich hatte am Sonntag zuvor bei Stadtlauf in Frankfurt eine 51:25 auf 10 km erreicht und verspürte ein leichtes zwicken im linken Oberschenkel, sodass sich meine Erwartungen in Grenzen hielten. Das Wetter war zum laufen ideal. Der Himmel war bedeckt und wie man an dem Bild unten sehen kann war es leicht diesig. Die Temperaturen waren mit ca. 17-18° nicht zu hoch und es blieb während des Laufes trocken. Ich bin für meine Verhältnisse sehr gut die Berge hinaufgekommen und mit einer Zeit von 52:28 sehr zufrieden.

Zurück im Stadion freute ich mich über die Verpflegung im Zielbereich, es geht doch nichts über eine Brauerei unter den Sponsoren. Auch des Infrastruktur gab es nichts auszusetzen. Umkleidekabinen und Duschen waren in ausreichender Anzahl vorhanden. Alles in allem ein gelungenes Event, das hoffentlich bei den folgenden Hessentagen seine Nachahmer findet.

Leider habe ich von diesem Even keine eigenen Bilder, da mir kurz vor dem Start meine Knipskamera heruntergefallen ist. Ich empfehle deshalb die Bildergalerien Lahn-Dill-Live.de und den Bericht auf Laufreport.de. In der Giessener Allgemeinen stand ebenfalls ein schöner Artikel vom Hessentagslauf. Und ich habe mein Bild des Bilderdienstes Hessentagslauf-Bilder.de erworben.

Weggeschmolzen beim Rhein-Ruhr-Marathon 25. Mai 2012

Posted by HipHop_Runs in Ausflug, Laufen, Laufstrecken, Marathon, Twitterlauftreff.
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Ja, Hoffnungen hatte ich mir schon gemacht. Die Wettkampfzeiten im Vorfeld waren gar nicht so schlecht und ich habe mich gut gefühlt. Einzig der Blick auf die Wettervorhersage ließ mich zweifeln. Sollte es wirklich am Sonntag 26° werden?

Schon beim Abholen der Startnummer im schicken Buisnessbereich der MSV-Arena bekam ich Schweißausbrüche. Die Sonne brezelte vom Himmel, dass das T-Shirt klebte.

Die Veranstalter hatte vorsorglich schon den Start auf 9:20 für den Marathon angesetzt. Und zum Start stellte ich mir eher die Frage, ob die dunklen Brillengläser die richtigen seien oder ich nicht doch die orangen einsetzen sollte. Es war wolkig und meiner Einschätzung nach ca. 18° als sich das Feld mit ca. 1000 Läuferinnen und Läufern auf der Duisburger Kruppstrasse auf den Weg über die 42,195 km machten. Zuvor um 9:00 waren bereits die ca. 3000 Halbmarathonis auf die Strecke gegangen.

Ich peilte eine Zeit so um 3:55 an und bin wie immer mit einer 5:22er Pace etwas zu schnell angegangen. Die Laufstrecke führt zunächst Richtung Hauptbahnhof und von dort Richtung Innenstadt. Cool fand ich, die Kapelle des Stadttheaters, die ein Stück aus der Oper „Carmen“ anstimmte, das dort zur Zeit auf dem Spielplan steht. Weiter ging es durch den Innenhafen, wo Kilometer 5 und die erste Verpflegungsstelle passiert wird.

Bei Kilometer 8 überquere ich die Ruhr und laufe durch das Gelände des Duisburger Hafens. Mit meiner Pace war ich zu dieser Zeit sehr zufrieden. Ich hatte eine 10km Durchgangszeit von 0:54:??. Kurze Zeit später biegt die Strecke ab nach Obermeiderich und führt über Meiderich und Ruhrort zur Rheinbrücke. Bis hierher ging es mir auch recht gut und die Pace stimmte auch. Ich bin etwas langsamer geworden, so dass alles im geplanten Bereich war. Am Ende der Brücke sollte Kilometer 18 erreicht sein und kurz danach war ein Verpflegungspunkt. Ich hatte geplant hier mein erstes Gel zu mir zu nehmen, denn Gels hatte ich bisher im er ganz gut vertragen. Diesmal allerdings nicht, doch davon später mehr.

Nach dem ich das Wasser an der 19 Kilometer-Verpflegung getrunken hatte, rumorte es in meinem Magen. Mich beschlich so das leichte Gefühl, dass es heute doch kein so gutes Ende geben würde wie erhofft. Als die Halbmarathon-Marke erreicht war, war ich mit einer Zeit von 1:56 noch voll im grünen Bereich. Dies hielt allerdings nicht lange an, da just zu diesem Moment der Himmel aufriss und herrlicher Sonnenschein zu Tage trat. Damit wurde es auch allmählich wärmer, was meinem Tempo gar nicht gut Tat.

Die folgenden Kilometer hatte ich eine Pace von ca 5:50 bis 6:10. Ich hatte die Hoffnung den Marathon noch einigermaßen gut über die Bühne zu bekommen. Allerdings meldete sich immer öfter mein Magen mit einem komischen Grummeln. Ich versuchte bei der nächsten Verpflegung mit Banane gegenzusteuern, denn das hatte zuletzt in Bregenz etwas Linderung gebracht. Diesmal allerdings nicht!

Am Ende der zweiten Rheinbrücke, also ungefähr Kilometer 27, hat mich dann die Gruppe um den Zug- und Bremsläufer für 4:00 Stunden überholt. Etwa einen Kilometer später an der Ecke zur Düsseldorfer Strasse (Kilometer 28) waren die Magen-und Verdauungsprobleme so schlimm, dass ich das Dixi-Klo aufsuchen musste. Von da ab war mir auch jede Zeit egal, Hauptsache einigermaßen ins Ziel kommen.

Zusätzlich machte eine aufkommende Schwüle das Läufen nicht angenehmen. Ungefähr ab Kilometer 30 musste ich häufig Gepausen einlegen, da sich so langsam mein linker Oberschenkel krampfhaft bemerkbar machte. Die 30 Kilometer Durchgangszeit lag bei 3:30 und ein ebenfalls mit Problemen kämpfender Mitläufer raunte mir zu: “ … wenn wir jetzt stramm gehen, sind wird bei 4:30 im Ziel.“ Aber so einfach war das nicht mehr.

Eine Zeit lang lief ich in der Nähe eines großgewachsenen Triathleten vom AS Neukirchen-Vlyn. Irgendwann, ich schaute in einer Gehpause gerade zu ihm rüber, sagte er „Blöde Idee!“. Nach und nach überholten auch die Pacemaker-Gruppen für 4:15 und 4:30 und ich war immer noch nicht im Ziel. Die 4:30er-Gruppe überholte mich allerdings erst bei Kilometer 41. Die Gruppe war schnell außer Sichtweite, ich konnte mich aber jetzt endlich für die letzten 1,2 km aufraffen durchzulaufen.

Kurze Zeit später kommt auch die MSV-Arena in den Blick. Durch das Spalier des Biersponsoren und ins Stadtion mit den letzten Kräften und die letzte halbe Runde gelaufen. Am Ende habe ich für mich eine 4:30:56 gestoppt, aber angesichts der zweiten Hälfte war das auch ziemlich nebensächlich. Ich habe eine halbe Stunde beim alkoholfreien Weizen eines der Sponsoren gebraucht, um mich von der Anstrengung zu erholten. So langsam war auch mein Magen wieder gut zu mir.

Ein Vorteil der sehr gut organisierten Marathons in Duisburg ist, dass es durch die zahlreichen Sportstätten an der Wedau keinen Mangel an Duschen und Umkleidekabinen gibt. Eine Besonderheit ist dabei das Regenerationsschwimmen, dass in der Schwimmhalle neben der Arena stattfindet. Ich habe die Gelegenheit genutzt und bin von dem Duschen noch zwei Bahnen „ausgeschwommen“. Nachteilig fand ich, dass die Verpflegungsmöglichkeiten in Zielnähe ich besonderes zahlreich waren. Dabei meine ich nicht Wasser, Iso, Bier und Bananen für die Läufer im Ziel, sondern ich hätte gerne noch eine Bratwurst oder ein Stück Kuchen gegessen, aber die Bedienung im Biergarten der Seeterasse war bei dem Ansturm von Läufern und Besuchern leider etwas überfordert.

Der Zuschauerzuspruch auf den ersten 10 Kilometern ließ stark zu wünschen übrig. Dies war vorallem der frühen Startzeit geschuldet. Richtig toll war die Stimmung erst in den linksrheinischen Stadtteilen. Bei den anderen Stimmungsnestern kann nicht nicht mehr soviel sagen, da ich ab Kilometer 30 mehr mit mir selbst beschäftigt war  und die Zuschauer nur am Rande wahrgenommen habe.

Jetzt im Abstand von 5 Tage bin ich langsam über das „schlechte“ Ergebnis hinweg und mache schon Pläne für den nächsten Marathon. Ich denke es wird mich wieder an die Ruhr ziehen. Im Oktober findet zum 50. Mal der Ruhr Marathon um den Baldeney-See statt und da will ich dabei sein.

Nachbericht vom BIG 25 Berlin #BIG25 23. Mai 2012

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In meinen letzten drei Blogposts habe ich von der re:publica 12 berichtet. Was liegt näher, wenn man sich zu dieser Zeit in der Marathonvorbereitung befindet und noch ein paar lange Läufe vor sich hat? Man sucht sich einen langen Wettkampf in der Urlaubsgegend und hat gleich noch einen Anlaß für einen Blogbericht.

Die Strecke das BIG 25 beginnt am Olympiastadion und führt durch den Tiergarten, vorbei an der Siegessäule, durch das Branderburger Tor, um den Gendarmenmarkt und zurück ins Olympiastadion. So gesehen ist es eigentlich 25 km Sightjogging durch Berlin. Von der Zielzeit habe ich mir nichts besonderes vorgestellt. Denn Christina, die mir den Trainingsplan geschrieben hat, hat mir zwei Tage zuvor ein recht heftiges Intervalltraining auf den Plan gesetzt. Mit einer 2:17 wäre ich echt zufrieden gewesen.

Die Startnummern gab es Tags zuvor im Karstadt Sport am Kurfürstendamm. Die Finisher-Shirts waren zugegebenermaßen relativ hässlich, aber was soll’s. Es gab in dem Laden Powerbar Gels im Sonderangebot, so dass ich mich gleich mal für die nächsten Ereignisse eingedeckt habe.

Das Wetter zum Start war gelinde gesagt recht schattig. Bei fluffigen 6° und bedecktem Himmel habe ich mich für den Lauf fertig gemacht. Da ich mit etwas anderem Wetter gerechnet habe, hatte ich nur kurz Laufkleidung dabei. Im Nachhinnein war ich über die frischen Temperaturen gar nicht so traurig, denn wenn es kühl ist, läuft es erheblich besser.

Pünktlich um 10 Uhr fiel der Startschuss und da Läuferfeld setze sich in Bewegung. Ich lief mit ca. 10.000 anderen Teilnehmern die Olympische Strasse und dann die Reichsstrasse hinunter. Nach ca. 2 km schaute ich da erste Mal auf die Uhr und stellte fest, dass ich erheblich vor meinem Zeitplan lag. Ich fühlte mich gut und hatte so keine Veranlassung langsamer zu werden. Die folgenden 2 Kilometer gingen auch leicht bergab, so dass ich noch etwas schneller wurde.

Hier hat mich dann auch @Feuerraeder überholt. Er hat mich dank meines Twitterlauftreffshirts gleich erkannt. Ich musste allerdings etwas rätseln, da ich das Gesicht nicht gleich einem Ava zuordnen konnte. Seinen Laufbericht könnt ihr hier lesen. @Feuerraeder war auf der Halbmarathondistanz unterwegs.

Am Beginn des Bezirks Tiergarten wurde die Strecke wieder flacher. Ich umrundete die Siegessäule und konnte gerade noch am Strassenrand den Berliner Bären fotografieren. Kurz danach bogen die Halbmarathonis am kleinen Stern nach rechts ab. Für die 25km-Läufer ging es weiter durch das Brandenburger Tor, den Pariser Platz und der Strasse Unter den Linden. Hier war auch Kilometer 10 erreicht. Ich drückte mir ein mitgenommenes Gel in den Mund und trank an der folgenden Verpflegungsstelle reichlich Wasser, um dem klebrigen Geschmack aus dem Mund zu bekommen.

Der Wendepunkt der Strecke war die Umrundung des Gendarmenmarktes. Von hier aus ging es über die Leipziger Strasse, Potsdamer Platz, am Tiergarten vorbei Richtung Kurfürstendamm. Irgendwo zwischen Wittenberg Platz und Ku’damm muss ich dann auch Jörn fotografiert haben. Jörn läuft barfuß, was mir ehrlich gesagt erst aufgefallen ist, als er sich bei mir gemeldet hat. Jörn hat hier seinen Bericht vom BIG 25 veröffentlicht.

Meine Pace war gut als ich mit dem Läuferfeld in die Kantstrasse in Charlottenburg einbog. So gegen Ende, wenn die Strasse dann Neue Kantstrasse heißt, geht es Richtung ICC leicht bergauf. Obwohl die Steigung nicht sehr steil ist, merkte ich deutlich, dass ich langsamer wurde. Es war nicht dramatisch und mit der Halbmarathonzeit, die am Theodor-Heuss-Platz erreicht war, war ich mit 1:52:37 nur ca. 20 Sekunden langsamer als in Venlo.

Langsam wurden allerdings meine Schritte schwerer und ich erwartete das Ziel. Zwei Kilometer nach der HM-Markierung kommt das Olympiastadtion wieder ins Blickfeld. Eine kurze Runde noch um den Olympischen Platz und die Jesse-Owens-Allee und ich laufe durch das Marathontor in das Olympiastadion ein. Ein halbe Runde auf der blauen Stadionbahn und es ist geschafft. Am Ende stand eine 2:13:50 auf der Uhr und ich war glücklich ca. 3 Minuten vor meiner geplanten Zeit durchs Ziel gelaufen zu sein.

Das Wetter im Ziel war immer noch recht frisch und die Duschsituation nicht so besonders toll, sodass ich beschlossen habe mir nur trockene Sachen anzuziehen und im Hotel zu duschen. Alles in allem hätte der Lauf mehr Zuschauer an der Strecke vertragen können, zum Teil waren die Läufer dann doch unter sich auf der Strecke. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, bin ich im nächsten Jahr gerne wieder dabei, da es sich gut als Vorbereitungslauf eignet.

Dritter und letzter Tag auf der re:publica 12 #rp12 19. Mai 2012

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Ich habe leider vom re:mett nichts mitbekommen (es gab kostenlos Mettbrötchen) und bin gleich um 10 Uhr zur Session Blogvermarktung mit Lummaland und Nerdcore-Blog gegangen. Fazit für mich aus der Diskussion: es werden nur ganz wenige mit Blogs reich, ein paar können davon leben und für die Meisten reicht es vielleicht für ein Bier. Mögliche Einkommensquellen, außer Banner, sind Gastartikel für Firmenblogs oder gesponsorte Beiträge. Dazu muss das Blog, aber eine gewisse Reichweite haben. Ich bin skeptisch, ob ich das erreichen werde.

Die zweite Session des Tages war ein relativ sperriger Vortrag zum Thema „EUs Approach to Cybersecurity“. Wenn ich den Vortrag in englischer Sprache richtig Verstanden habe, herrscht bei der EU zum jetzigen Zeitpunkt noch ein erhebliches Kompetzenzwirrwar was die Zuständigkeit für das Thema IT-Sicherheit angeht. Die beiden Vortragenden waren als Mitglieder des Chaos Computer Clubs als Sachverständige bei der Erstellung einer EU-Richtlinie beteiligt.

Nach einer längeren Mittagspause habe ich mir dann als vorletzten Vortrag die Session von Katie Stanton, Vicepresident von Twitter auf Stage 1 angeschaut. @KatieS berichtete von den Erfolgen, die Twitter bei der Realtime-Kommunikation von Großereignissen vorallem in den USA hat.

Den Abschluss der Re:publica bildete für mich die @RegSprecher-Show. Regierungssprecher Steffen Seibert stand auf Stage 1 im Interview. Medienprofi Seibert berichtete wie er zu Twitter gekommen ist und wie seine bisherigen Erfahrungen mit Social Media sind. Mit seinem unnachahmlichen Charme beflauschte er das Publikum. Nachfragen, ob es bei der Bundesregierung so eine Art „Social Media Strategie“ gibt, kommentierte Seibert mit einem leichten Augenrollen. Zu jetzigen Zeitpunkt probiert man da noch sehr viel und man ist sich auch nicht zu Schade Formate einzustellen, die nicht laufen. Der Regierungssprecher betrachtet Twitter als eine zusätzlichen Informationskanal, der neben den klassischen Wegen bedient wird und zudem noch Spaß macht.

Mein Fazit nach dreit Tage Re:publica lautet: Es hat sich gelohnt herzukommen, aber vielleicht hätte ich mir einige Sessions besser aussuchen sollen. Ich ärgere mich ein wenig, dass ich Sascha Lobo nicht gehört habe. Zu Drumherum ist zu sagen, dass in Sachen Location vieles sehr gut rüber kam. Nur die Vorträge auf Stage 6 und 7 waren etwas schlecht zu verstehen, da wegen der offenen Stellwände viele Nebengeräusche zu hören waren. Das Catering und die Organisation war Top und der Affenfelsen auf dem Open Space eine tolle Einrichtung. Das Raumangebot in der STATION ist groß genug, dass auch in stark nachgefragten Sessions immer noch ein Platz frei war. Und wenn nicht, konnte man sich einen der Monoblock-Plastikstühle holen. Wenn es meine Zeit erlaubt, werde ich nächstes Jahr wieder kommen.

Mein zweiter Tag auf der re:publica 12 #rp12 14. Mai 2012

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Der zweite Tag auf der Republica startete für meine Verhältnisse spät. Das war auch so geplant. Zunächst waren die Sessions am Donnerstag Vormittag nicht nach meinem Geschmack, außerdem hatte ich nach meinem Trainingsplan einen Lauf über 18km zu absolvieren und das muß auch zeitlich eingeplant werden.

Ich war also um 10 Uhr in der STATION und habe die ersten beiden Slots sausen lassen. Ein wenig Twitter lesen, im Flipboard rumblättern und den vergangen Tag für das Blog aufarbeiten, das war das womit ich mir bis zum Beginn der ersten Session die Zeit vertrieben habe.

Ich startetet mit dem Vortag von Markus Beckedahl über die Tätigkeit des Vereins „Digitale Gesellschaft e.V.“. Der Verein wurde letztes Jahr im Rahmen der Republica gegründet und blickt auf ein Jahr spannender Arbeit zurück. Nicht zuletzt der Kampf gegen ACTA, sondern auch die Diskussion über Netzneutralität und eine Reform des Urheberrechts sieht der Verein als seine Aufgaben an. Dies sollen dabei keine Nerd-Themen bleiben, sondern in die breite Öffentlichkeit transportiert werden. Dabei war auch die technische Organisation über neue Kampagnenplattformen, sowie die Finanzierung ein Aspekt der Arbeit.

Ebenfalls auf Stage 2 fand eine Diskussion mit Mario Sixtus über zwei Beiträge von Übermorgen.TV statt. Die Beiträge wurden bereits im Rahmen der Sendung „Elektrischer Reporter“ auf ZDF-Infokanal gesendet. Es handelte sich einmal thematisch um den Gedanken, ob Bewertungssysteme, die soziale Reputation im Internet messen, einmal Geld als Bezahlsystem ersetzen kann.
Die zweite „Gedankenkonstruktion“ kreißte um die Vorstellung, dass Staaten sich auflösen könnten, wenn sich immer mehr Menschen an abgegrenzten Internet-Subkulturen sog. Net-Tribes beteiligen.
Abgesehen davon, dass für beide Themen die Zeit sehr knapp bemessen war, konnte ich in der Diskussion nichts besonders kontroverses Entdecken. Die Teilnehmer waren sich ziemlich einig, dass auf Grund der vermutlich noch sehr großen Anzahl von Offliner dies Szenarien sehr begrenzt auftreten werden.

In der Blog- und Podcast-Nachschau ist mir allerdings aufgefallen, dass gerade das Thema „Wie bringen die Net-People die Offliner dazu sich für Netzthemen zu interessieren“ eines der zentralen Diskussionsfelder der Re:publica war. Ich habe mir im Nachgang die Session von Sascha Lobo doch einmal auf Video angeschaut und muß gestehen, dass ich doch etwas verpasst habe.

Auf Stage 4 fanden anschließend die Sessions der beiden öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten ARD und ZDF statt. Wobei beide ein sehr unterschiedliches Konzept ihrer Präsentation wählten. Die ARD hat in einem wahre Feuerwerk ihre Anstrenungen und zukünftigen Projekte im Berecht Social TV vorgestellt. Das ZDF wollte mit dem #ZDFstuhlkreis mit den Anwesenden ins Gespräch kommen und Anregung erhalten, wie das bestehende Programm zu verbessern sein. Kontrovers ging es bei beiden Sessions erst zu, als über die Einschränkungen aus den Medienstaatsverträgen bzw. über Rechte in Mediatheken und Downloadangeboten diskutiert wurde. Teilweise wurden hier die Sender für Maßnahmen verantwortlich gemacht, die ihnen von der Politik so auferlegt wurden und die sie lieber heute als morgen ändern würden, wenn sie dürften.
Zusammengefasst hat mir der Auftritt des ZDF besser gefallen, weil er authentischer rüber kam. Die Bemühungen der ARD sollten, bei allem Experimentalcharakter, nicht unerwähnt bleiben. Ich wünsche mir, dass das eine oder andere Projekt Erfolg hat und dauerhaft im Programm bleibt. Hier möchte ich vor allem die Kompetenz der ARD in Sachen Nachrichtenberichterstattung (Tagesschau!) hervorheben, die durch Präsenz im Social Media durchaus an Kompetenz gewinnen kann.

Leider ist zum frühen Abend die Twitterlesung ausgefallen. Ich habe mir stattdessen die Session „Trolle und getrollt werden“ von Julia Seeliger und Julia Schramm angeschaut. Irgendwie hat mich das Ganze etwas ratlos zurückgelassen. Entweder habe ich rein gar nichts verstanden oder der Vortrag ist dermaßen nach hinten losgegangen.
Ich versuche mal eine Art von Deutung und bitte um reichlich Kommentare, sollte ich das wirklich falsch verstanden haben. Um das Wesen eines Trolls zu verdeutlichen hat Julia Seeliger versucht, mit einigen Zitaten aus feministischen Blogs das Publikum zu provozieren. Irgendwie war die Stimmung auf dieser Re:publica nicht kravallig genug, dass sich irgendjemand provozieren lies, so dass alle Anstrengungen ins Leere liefen.
Es war eigentlich eines der großen Themen des Re:publica 12 „Flausch“! Obwohl mit der offenen Urheberrechtsdebatte noch ein kontroverses Thema im Raum steht, wurde zunächst der Flausch untereinander vorangestellt. Selbst Sasch Lobo verwandelte seinen Startrant in einen Startflausch. In diesem „Klima“ ist es natürlich schwierig eine Kravallsession zum Erfolg zu bringen.

Der Abschluss des Tages war auch das absolute Highlight. Die vier Damen um Sue Reinke aka. @HappySchnitzel präsentierten im Poetry SPAM Extrakte aus SPAM-Mails mit Marketing-Geblubber , kruden Automatenübersetzungen und skurilen Episoden mit Spamversendern, gespickt mit eindeutig zweideutigen Anspielungen. Die Lacher lagen hier auf jeden Fall auf ihrer Seite.

Meine Eindrücke vom ersten Tag der re:publica 12 #rp12 8. Mai 2012

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Das erste Mal bin ich auf einer Veranstaltung, die als „Konferenz“ in der Öffentlichkeit bezeichnet wird. In entsprechend gespannter Erwartung fiebere ich dem Ereignis entgegen. Ich bin ja jemand, der traditionell zu früh bei irgendwelchen Terminen auftaucht. Normal ist das recht peinlich, hier hatte es den Vorteil, dass es um 9 Uhr in der Schlange bei der Akreditierung noch einigermaßen erträglich war. 5 Minuten und ich war drin, schon mal ein großes Lob an die Organisation. Nun erst einmal zurechtfinden. Wo sind die Vortragsräume (Stages)? Wo sind die Toiletten? Wo gibt es Kaffee? Wo gibt es was zu essen?

Nach dem obligatorschen akademischen Viertel ging es dann auch um 10:15 los. Die Organisatoren um Markus Beckedahl (netzpolitik.org) und Johnny Haeusler (spreeblick.de) betraten die Bühne. Die üblichen „warmen“ Worte zur Begrüßung und doch war es nicht wie üblich bei Eröffnungsreden. Den Machern merkte man die Aufregung deutlich an. Die Republica 12 findet in einer anderen Location statt und hat mit ca. 4000 Teilnehmern ein Viertel mehr Besucher als bisher.

Toll war allerdings das Grußwort des Staatsekretärs des Berliner Wirtschaftssenators , der es innerhalb von wenigen Minuten schaffte das Publikum mit Buzzwords zu „bullshiten“ als auch zum wegschnarchen zu bekommen.

Der nachfolgende Wortbeitrag des Vorsitzenden des Medienpanels Berlin-Brandenburg war zumindest auf der sachlichen Ebene erwähnenswert, den er fasste die wichtigsten Punkte der Urheberrechtsdebatte zusammen. Neue Positionen waren an dieser Stelle weder gefragt, noch gefordert.

Der Auftakt zu meinen Sessions machte der Vortrag „Der wandelnde Computeruser“ von Ana Herwig und Susanne Zöhrer. Die beiden Vortragenden stellten die Entwicklung des Computerbenutzer und der Computerbenutzung seit den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts dar. Dies betrachteten sie sowohl aus körperlicher, als auch aus geistig, emotionaler Sicht. Da ich selbst schon zu den älteren Computerbenutzern gehöre kommt mir einiges davon bekannt vor. Ich ertappe mich allerdings häufig bei den Erzählungen nach dem Motto „Opa erzählt vom Krieg“. Dies war in diesem Vortrag keinesfalls so. Ana Herwig und Susanne Zöhrer brachten die Durchdringung des Alltag mit Computertechnik in einen größeren Zusammenhang. Ein, meiner Meinung nach, aufschlußreicher Vorrag um in das Konferenzthema hinein zu kommen.

Im Anschluss habe ich in einem völlig überfüllten Saal 5 dem Vortrag von Udo Vetter zu Internetrecht zugehört. Der launige Vortrag Vetters wurde durch zahlreiche Zischenfragen unterbrochen, was zeigt, wie kontrovers die Themen Urheberrecht und Persönlichkeitsrechte im Internet sind. Vetter zeigte am Beispiel des Vorfalls der Hochspringerin Ariane Friedrich die do’s and don’ts des Internets auf.

Selfpublishing, also das veröffentlichen eigener eBooks ohne Verlag, war das Thema des nächsten Vortrags, den ich besuchte. Nun habe ich, zumindest zur Zeit nicht, keine Ambitionen schriftstellerisch tätig zu werden, aber wer weiß? Von den fachlichen Themen wie Buchpreisbindung, Handelsplatformen für eBooks und Markeing, um die sich bei Selfpublishing der Author selber kümmern muss, hatte ich keine Ahnung. Bemerkenswert an dieser Session fand ich allerdings den Beitrag von @miss_energy, die vor Kurzem in Eigenregie ihr Erstlingswerk als eBook veröffentlicht hat.

Am späten Nachmittag habe ich eine relativ trockene Diskussion über das Thema „Government as a Platform“ besucht. Selbst in der aktuellen Situation mit dem starken Interesse an den Auffassungen der Piratenpartei, bleib der Bereich Open Government und Open Data momentane ein Nieschenthema für Spezialisten. Da es sich aber um ein Thema handelt, dass früher oder später alle Mitglieder der Bevölkerung angeht, wird bis zur Durchdringung der Verwaltung noch einige Zeit vergehen. Mein Fazit hier: „Es gibt noch viel zu tun, nicht nur technisch, sondern vor allem organisatorisch.“

Der Abschluß des ersten Tages re:publica bildete für mich die Session „Von Leetspeek to Ragefaces“ von K. Jahns und J. Kretzschmar auf Stage 2. Ich mache zwar schon seit ca. 15 Jahren „mit Computern rum“, war aber trotzdem nie so in der Szene drin. Sicher habe ich so das Eine oder Andere mitbekommen, aber die Zusammenhänge fehlten mir. Die diversen Aspekte dieser Subkultur des Internet konnten die Präsentatoren überzeugend darstellen. Man ist zwar nicht automatisch dabei, wenn man den Vortrag gehört hat, hat aber eine gewissen Einblick und kurzweilig war es obendrein.

Bei einem gemültichen Bier und Bratwurst im Hof der STATION habe ich dann den Abend im Sonnenuntergang ausklingen lassen. Der Primetime Überraschungsvortrag von Sasha Lobo wäre zwar interessant gewesen, ich habe mich dabei aber auf die „Liveübertragung“ via Twitter verlassen.

Bildergalerie von der re:publica 12 #rp12 4. Mai 2012

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Da ich meinen Blogbericht von der re:publica 12 noch nicht zeitgerecht fertig bekomme, zeige ich Euch jetzt eine kurze Bildergalerie.

Venloop 2012 – 21098 Meter Party 1. April 2012

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Zur Vervollständigung meines Projekts stand am vergangenen Wochenende der Halbmarathon beim Venloop in Venlo in den Niederlanden an. Im letzten Jahr hat mir bereits Gerd von den Borbecker Raketen auf Facebook von der tollen Stimmung an der Strecke berichtet und in diesem Jahr wollte ich es selbst erleben.
Ich hatte mein Quartier kurz vor der Grenze in Kaldenkirchen aufgeschlagen und bin nur für den Lauf kurz mit dem Zug nach Venlo gefahren. Am Tag vorher findet die Startnummernausgabe in der Buisness-Lounge des Stadions „de Koel“ statt. Hier ist vielleicht ein kleiner Kritikpunkt an eine alles in allem gut organisierten Veranstaltung zu sehen. Die Lounge ist für die 13000 angemeldeten Läufer doch etwas beengt und bei der Anzahl der vorbestellten Shirt war man etwas zu knapp, sodass am Sonntag einige Größen nichtmetrisch verfügbar waren.
Die Veranstaltung umfasst, neben dem Halbmarathon und einem 10km-Lauf, auch einen 5km-Firmenlauf und mehrere Kinderläufe. Der Zeitplan ist sehr straff durchorganisiert, nach den Kinderläufen am Sonntagvormittag geht es um Punkt 12 auf die 10km-Runde. Da der Start zum Halbmarathon erst 105 Minuten später ist, hatte ich genügend Zeit mit das Treiben in der Staraufstellung zu beobachten. Unter lauten Technoklängen wurden die Läufer durch Cheerleader, die auf kleinen Gerüsten an den Seiten tanzten zum Warm-up animiert.
Vor dem Start zum Halbmarathon hatte ich noch Zeit Gerd und Markus zu treffen, bevor ich mich in den Startblock begab. Wie bei allen größeren Läufen gab es einen Einteilung nach Zielzeit. Ich hatte mir eine 1:55 ausgerechnet, insgeheim aber mit einer schnelleren Zeit geliebäugelt.
Nach dem Startschuss unter Konfettiregen dauerte es allerdings ca. 5 Minuten bis ich zur Startlinie kam. Es lief von Anfang an sehr gut. Ich konnte eine Pace von 5:10 gehen und hatte noch den Blick für einige Fotos. Der erste Kilometer ging durch die Altstadt von Venlo, in der die Zuschauer in Dreier- oder Viererreihen an der Strecke standen und die Läufer anfeuerten.
Nach einem kleinen Schlenker zum Maasufer ging es durch die Vorortbezirke von Venlo nach Süden Richtung Tegelen. Bei Kilometer 6 unterquert man die Autobahn. Bis hier hin war meine Pace besser als ich mir ausgerechnet habe, zeitweise lag ich sogar auf Bestzeitkurs. Über die gesamte Strecke war der Zuschauerzuspruch enorm und sogar durch häufiges Stimmungsnester an der Strecke verstärkt.
Ca. ab Kilometer 8 merkte ich allerdings, dass mein ursprünglich angeschlagenes Tempo etwas zu schnell war und meine Pace verlangsamte sich auf ca. 5:20-5:25. Bei Kilometer 10 dreht die Strecke wieder nach Norden. Ich hatte mit vorgenommen kurz vor dem Verpflegungspunkt bei Kilometer 11 ein Gel zu mir zunehmen. Das war besonders wichtig, da ich vergessen hatte mir die Bananen zum Mittagesssen einzupacken und demnach seit dem Morgen noch nichts gegessen hatte.
Bei Kilometer 13 überquert die Strecke parallel zur Autobahn die Maas. Dies war die einzige Stelle, wo lokationsbedingt der Zuschauerzuspruch etwas geringer war. Ich konnte im weiteren meine Pace halten während es durch die westlichen Vororte von Venlo ging.
Auch der Hammerman, den ein Sponsor bei Kilometer 17 an die Stecke gestellt hat, konnte mir nichts anhaben. Zwischen Kilometer 19 und 20 ging es parallel zur Eisenbahn wieder über die Maas Richtung Altstadt von Venlo, die immer noch proppenvoll mit Zuschauern war. Die Anfeuerungen der Zuschauer hat mich so gepusht, dass ich den letzten Kilometer in 4:57 absolviert habe. Im Ziel stand eine 1:52:11 auf meiner Uhr. Die offizielle Zeitnahme sagte dann 1:52:16, ich hatte wieder vergessen, die Autostopp-Funktion auszuschalten.
Mit einem erfreulichen Formtest und vielen schönen Eindrücken habe ich nach einem kurzen Shakehands mit Gerd im Ziel den Heimweg angetreten. Die Zeit von 1:52 könnte, wenn alles gut läuft auch eine sub 4 beim Rhein-Ruhr-Marathon in Duisburg geben. Wenn es bei den BIG 25 Anfang Mai in Berlin so gut läuft wie jetzt, bin ich ganz optimistisch.

Zum Schluß noch der Link zur Bildergallerie vom Venloop 2012.

 

Nachtrag 04.04.2012:

Ich habe die Videohighlights ganz vergessen.

Unter dem Hügel liegt die Gegenwart 29. Februar 2012

Posted by HipHop_Runs in Ausflug, Museum.
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Nach fünfjähriger Planungs- und Bauzeit wurde am letzten Mittwoch der Erweiterungsbau des Städelmuseums in Frankfurt eröffnet. Der Neubau sollte die Sammlung der Gegenwartskunst des Museums beherbergen. Und das was die Planer und Architekten in den Innenhof des Städel gebaut haben ist schon was besonderes.
Am vergangenen Wochenende gab es deshalb auch ein großes Bürgerwochenende, bei dem, bei freiem Eintritt und zahlreichen Führungen, die Neuheiten des Museums präsentiert wurden.
Der neue Erweiterungsbau befindet sich unter der Erde im Innenhof des Museums. Charakteristisch an der Architektur sind die 196 „Lichtlöcher“ und der kleine Hügel in der Rasenfläche hinter dem Gebäude aus dem 19. Jahrhundert.


Über eine breite Treppe steigt man hinab in das Reich der Gegenwartskunst und fast im selben Moment vergisst man, dass man sich unter der Erde befindet. Die „Lichtlöcher“ vermitteln den Eindruck einer oberirdischen Ausstellungsfläche. Wie in den Führungen vermittelt wurde, wird der Lichteinfall durch die „Lichtlöcher“ noch zusätzlich, abhängig vom Außenlicht und den ausgestellten Kunstwerken, auf ein konstantes Maß gesteuert.


Ich bin bei weitem kein großer Kunstkenner, ich halte es da eher mit Andy Warhol „Ich gehe ins Museum, um mir die Bilder anzuschauen“. Aus diesem Grund, möchte ich auch nicht die Bilder im einzelnen beschreiben, da gibt es sicher Kritiker, die das viel besser können als ich.


Bei den ausgestellten Werken handelt es sich vor allem um Arbeiten deutschsprachiger Künstler, die thematisch in kleine Galerien zusammengefasst sind. Die Galerien wurde zum Dank an die Sponsoren und Förderer die Museums mit deren Namen benannt.


Die Ausstellung gibt einen guten Querschnitt über die Kunst der Nachkriegszeit und läd zu verweilen ein. Allerdings war am Bürgerwochenende der Andrang so groß, das ich beschlossen habe, die Ausstellung zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal in Ruhe anzuschauen. Wiederkommen lohnt sich bestimmt.
—– Artikel wurde auf meinem iPad erstellt