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Auf den Berg beim Hessentagslauf 2012 in Wetzlar #Hessentag 9. Juni 2012

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Der Hessentag findet seit 52 Jahren in unterschiedlichen hessischen Städten statt und soll das Gemeinschaftsgefühl der unterschiedlichen hessischen und zugewanderten Bewohner fördern. Ganz nach dem Motto des früheren hessischen Ministerpräsidententen Georg August Zinn „Hesse ist, wer Hesse sein will“. Anlässlich des letzten Hessentages in Oberursel fand erstmalig ein Hessentagslauf statt. Die Macher des diesjährigen Hessentags in Wetzlar wollten das erfolgreiche Experiment ihrer Vorgänger fortführen und für die Laufsporrtfreunde in Mittelhessen ebenfalls ein attraktives und anspruchsvolles Angebot machen. Bei der Planung diese einmaligen Laufereignisses mussten auch besonders die verkehrsmäßigen Einschränkungen der mehr als einwöchigem Großveranstaltung berücksichtigt werden.

Herausgekommen ist meiner Meinung nach eine sehr gelungene Laufveranstaltung, die dem Rahmen des Hessentages angemessen ist. Die Organisatoren des Team Naunheim haben eine anspruchsvolle und landschaftlich attraktive Strecke für den Hessentagslauf 2012 zusammengestellt. Es wurden zwei Wettbewerbe, ein Halbmarathon und 10 km-Lauf, angeboten. Beide Strecken starteten im Wetzlarer Stadion auf der Lahninsel und führten hinter dem Neuen Rathaus Richtung Steindorf. Nach ca. einem Kilometer biegt die Strecke nach links ab und es beginnt eine 3 Kilometer lange Steigung, die ca 140 Höhenmeter beträgt. Bei Kilometer 3 befindet sich das Ausflugslokal Magdalenenhausen. Hier haben die Organisatoren den ersten Erfrischungspunkt platziert. Dies ist auch besonders notwendig, da der nachfolgende Kilometer der steilste der gesamten Strecke ist.

Bei Kilometer 4 hat man bereits den Gipfel des Kurses erreicht. Außer zwei kleinen Anstiegen bei Kilometer 5,5 und kurz vor dem zweitem Erfrischungspunkt am Hofgut Magdalenenhausen geht es von nun an bergab. Die Halnmarathonis hattten von hierab noch eine weitere Schleife zu absolvieren. Die Strecke bis zum Hofgut bestand aus einer breiten asphaltierten Strasse, anschließend folgte ein Stück Betonweg, der ein Überbleibsel aus der ehemaligen Nutzung des Geländes als Truppenübungsplatz ist. Die restlichen Wege waren gut laufbare Feldwege. Ich startete am Frohenleichnamsdonnerstag auf der 10 km-Strecke.

Ich bei Kilometer 7.
Quelle: hessentagslauf-bilder.de, ISA GmbH, Biebertal


Durch die Streckeninformationen, die die Veranstalter auf ihrer Homepage veröffentlicht hatten, war mir bewußt, dass es heute nicht um irgendeine Bestzeit gehen kann, sondern einfach nur um dabei zu sein und Spaß zu haben. Ich hatte am Sonntag zuvor bei Stadtlauf in Frankfurt eine 51:25 auf 10 km erreicht und verspürte ein leichtes zwicken im linken Oberschenkel, sodass sich meine Erwartungen in Grenzen hielten. Das Wetter war zum laufen ideal. Der Himmel war bedeckt und wie man an dem Bild unten sehen kann war es leicht diesig. Die Temperaturen waren mit ca. 17-18° nicht zu hoch und es blieb während des Laufes trocken. Ich bin für meine Verhältnisse sehr gut die Berge hinaufgekommen und mit einer Zeit von 52:28 sehr zufrieden.

Zurück im Stadion freute ich mich über die Verpflegung im Zielbereich, es geht doch nichts über eine Brauerei unter den Sponsoren. Auch des Infrastruktur gab es nichts auszusetzen. Umkleidekabinen und Duschen waren in ausreichender Anzahl vorhanden. Alles in allem ein gelungenes Event, das hoffentlich bei den folgenden Hessentagen seine Nachahmer findet.

Leider habe ich von diesem Even keine eigenen Bilder, da mir kurz vor dem Start meine Knipskamera heruntergefallen ist. Ich empfehle deshalb die Bildergalerien Lahn-Dill-Live.de und den Bericht auf Laufreport.de. In der Giessener Allgemeinen stand ebenfalls ein schöner Artikel vom Hessentagslauf. Und ich habe mein Bild des Bilderdienstes Hessentagslauf-Bilder.de erworben.

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Weggeschmolzen beim Rhein-Ruhr-Marathon 25. Mai 2012

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Ja, Hoffnungen hatte ich mir schon gemacht. Die Wettkampfzeiten im Vorfeld waren gar nicht so schlecht und ich habe mich gut gefühlt. Einzig der Blick auf die Wettervorhersage ließ mich zweifeln. Sollte es wirklich am Sonntag 26° werden?

Schon beim Abholen der Startnummer im schicken Buisnessbereich der MSV-Arena bekam ich Schweißausbrüche. Die Sonne brezelte vom Himmel, dass das T-Shirt klebte.

Die Veranstalter hatte vorsorglich schon den Start auf 9:20 für den Marathon angesetzt. Und zum Start stellte ich mir eher die Frage, ob die dunklen Brillengläser die richtigen seien oder ich nicht doch die orangen einsetzen sollte. Es war wolkig und meiner Einschätzung nach ca. 18° als sich das Feld mit ca. 1000 Läuferinnen und Läufern auf der Duisburger Kruppstrasse auf den Weg über die 42,195 km machten. Zuvor um 9:00 waren bereits die ca. 3000 Halbmarathonis auf die Strecke gegangen.

Ich peilte eine Zeit so um 3:55 an und bin wie immer mit einer 5:22er Pace etwas zu schnell angegangen. Die Laufstrecke führt zunächst Richtung Hauptbahnhof und von dort Richtung Innenstadt. Cool fand ich, die Kapelle des Stadttheaters, die ein Stück aus der Oper „Carmen“ anstimmte, das dort zur Zeit auf dem Spielplan steht. Weiter ging es durch den Innenhafen, wo Kilometer 5 und die erste Verpflegungsstelle passiert wird.

Bei Kilometer 8 überquere ich die Ruhr und laufe durch das Gelände des Duisburger Hafens. Mit meiner Pace war ich zu dieser Zeit sehr zufrieden. Ich hatte eine 10km Durchgangszeit von 0:54:??. Kurze Zeit später biegt die Strecke ab nach Obermeiderich und führt über Meiderich und Ruhrort zur Rheinbrücke. Bis hierher ging es mir auch recht gut und die Pace stimmte auch. Ich bin etwas langsamer geworden, so dass alles im geplanten Bereich war. Am Ende der Brücke sollte Kilometer 18 erreicht sein und kurz danach war ein Verpflegungspunkt. Ich hatte geplant hier mein erstes Gel zu mir zu nehmen, denn Gels hatte ich bisher im er ganz gut vertragen. Diesmal allerdings nicht, doch davon später mehr.

Nach dem ich das Wasser an der 19 Kilometer-Verpflegung getrunken hatte, rumorte es in meinem Magen. Mich beschlich so das leichte Gefühl, dass es heute doch kein so gutes Ende geben würde wie erhofft. Als die Halbmarathon-Marke erreicht war, war ich mit einer Zeit von 1:56 noch voll im grünen Bereich. Dies hielt allerdings nicht lange an, da just zu diesem Moment der Himmel aufriss und herrlicher Sonnenschein zu Tage trat. Damit wurde es auch allmählich wärmer, was meinem Tempo gar nicht gut Tat.

Die folgenden Kilometer hatte ich eine Pace von ca 5:50 bis 6:10. Ich hatte die Hoffnung den Marathon noch einigermaßen gut über die Bühne zu bekommen. Allerdings meldete sich immer öfter mein Magen mit einem komischen Grummeln. Ich versuchte bei der nächsten Verpflegung mit Banane gegenzusteuern, denn das hatte zuletzt in Bregenz etwas Linderung gebracht. Diesmal allerdings nicht!

Am Ende der zweiten Rheinbrücke, also ungefähr Kilometer 27, hat mich dann die Gruppe um den Zug- und Bremsläufer für 4:00 Stunden überholt. Etwa einen Kilometer später an der Ecke zur Düsseldorfer Strasse (Kilometer 28) waren die Magen-und Verdauungsprobleme so schlimm, dass ich das Dixi-Klo aufsuchen musste. Von da ab war mir auch jede Zeit egal, Hauptsache einigermaßen ins Ziel kommen.

Zusätzlich machte eine aufkommende Schwüle das Läufen nicht angenehmen. Ungefähr ab Kilometer 30 musste ich häufig Gepausen einlegen, da sich so langsam mein linker Oberschenkel krampfhaft bemerkbar machte. Die 30 Kilometer Durchgangszeit lag bei 3:30 und ein ebenfalls mit Problemen kämpfender Mitläufer raunte mir zu: “ … wenn wir jetzt stramm gehen, sind wird bei 4:30 im Ziel.“ Aber so einfach war das nicht mehr.

Eine Zeit lang lief ich in der Nähe eines großgewachsenen Triathleten vom AS Neukirchen-Vlyn. Irgendwann, ich schaute in einer Gehpause gerade zu ihm rüber, sagte er „Blöde Idee!“. Nach und nach überholten auch die Pacemaker-Gruppen für 4:15 und 4:30 und ich war immer noch nicht im Ziel. Die 4:30er-Gruppe überholte mich allerdings erst bei Kilometer 41. Die Gruppe war schnell außer Sichtweite, ich konnte mich aber jetzt endlich für die letzten 1,2 km aufraffen durchzulaufen.

Kurze Zeit später kommt auch die MSV-Arena in den Blick. Durch das Spalier des Biersponsoren und ins Stadtion mit den letzten Kräften und die letzte halbe Runde gelaufen. Am Ende habe ich für mich eine 4:30:56 gestoppt, aber angesichts der zweiten Hälfte war das auch ziemlich nebensächlich. Ich habe eine halbe Stunde beim alkoholfreien Weizen eines der Sponsoren gebraucht, um mich von der Anstrengung zu erholten. So langsam war auch mein Magen wieder gut zu mir.

Ein Vorteil der sehr gut organisierten Marathons in Duisburg ist, dass es durch die zahlreichen Sportstätten an der Wedau keinen Mangel an Duschen und Umkleidekabinen gibt. Eine Besonderheit ist dabei das Regenerationsschwimmen, dass in der Schwimmhalle neben der Arena stattfindet. Ich habe die Gelegenheit genutzt und bin von dem Duschen noch zwei Bahnen „ausgeschwommen“. Nachteilig fand ich, dass die Verpflegungsmöglichkeiten in Zielnähe ich besonderes zahlreich waren. Dabei meine ich nicht Wasser, Iso, Bier und Bananen für die Läufer im Ziel, sondern ich hätte gerne noch eine Bratwurst oder ein Stück Kuchen gegessen, aber die Bedienung im Biergarten der Seeterasse war bei dem Ansturm von Läufern und Besuchern leider etwas überfordert.

Der Zuschauerzuspruch auf den ersten 10 Kilometern ließ stark zu wünschen übrig. Dies war vorallem der frühen Startzeit geschuldet. Richtig toll war die Stimmung erst in den linksrheinischen Stadtteilen. Bei den anderen Stimmungsnestern kann nicht nicht mehr soviel sagen, da ich ab Kilometer 30 mehr mit mir selbst beschäftigt war  und die Zuschauer nur am Rande wahrgenommen habe.

Jetzt im Abstand von 5 Tage bin ich langsam über das „schlechte“ Ergebnis hinweg und mache schon Pläne für den nächsten Marathon. Ich denke es wird mich wieder an die Ruhr ziehen. Im Oktober findet zum 50. Mal der Ruhr Marathon um den Baldeney-See statt und da will ich dabei sein.

Nachbericht vom BIG 25 Berlin #BIG25 23. Mai 2012

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In meinen letzten drei Blogposts habe ich von der re:publica 12 berichtet. Was liegt näher, wenn man sich zu dieser Zeit in der Marathonvorbereitung befindet und noch ein paar lange Läufe vor sich hat? Man sucht sich einen langen Wettkampf in der Urlaubsgegend und hat gleich noch einen Anlaß für einen Blogbericht.

Die Strecke das BIG 25 beginnt am Olympiastadion und führt durch den Tiergarten, vorbei an der Siegessäule, durch das Branderburger Tor, um den Gendarmenmarkt und zurück ins Olympiastadion. So gesehen ist es eigentlich 25 km Sightjogging durch Berlin. Von der Zielzeit habe ich mir nichts besonderes vorgestellt. Denn Christina, die mir den Trainingsplan geschrieben hat, hat mir zwei Tage zuvor ein recht heftiges Intervalltraining auf den Plan gesetzt. Mit einer 2:17 wäre ich echt zufrieden gewesen.

Die Startnummern gab es Tags zuvor im Karstadt Sport am Kurfürstendamm. Die Finisher-Shirts waren zugegebenermaßen relativ hässlich, aber was soll’s. Es gab in dem Laden Powerbar Gels im Sonderangebot, so dass ich mich gleich mal für die nächsten Ereignisse eingedeckt habe.

Das Wetter zum Start war gelinde gesagt recht schattig. Bei fluffigen 6° und bedecktem Himmel habe ich mich für den Lauf fertig gemacht. Da ich mit etwas anderem Wetter gerechnet habe, hatte ich nur kurz Laufkleidung dabei. Im Nachhinnein war ich über die frischen Temperaturen gar nicht so traurig, denn wenn es kühl ist, läuft es erheblich besser.

Pünktlich um 10 Uhr fiel der Startschuss und da Läuferfeld setze sich in Bewegung. Ich lief mit ca. 10.000 anderen Teilnehmern die Olympische Strasse und dann die Reichsstrasse hinunter. Nach ca. 2 km schaute ich da erste Mal auf die Uhr und stellte fest, dass ich erheblich vor meinem Zeitplan lag. Ich fühlte mich gut und hatte so keine Veranlassung langsamer zu werden. Die folgenden 2 Kilometer gingen auch leicht bergab, so dass ich noch etwas schneller wurde.

Hier hat mich dann auch @Feuerraeder überholt. Er hat mich dank meines Twitterlauftreffshirts gleich erkannt. Ich musste allerdings etwas rätseln, da ich das Gesicht nicht gleich einem Ava zuordnen konnte. Seinen Laufbericht könnt ihr hier lesen. @Feuerraeder war auf der Halbmarathondistanz unterwegs.

Am Beginn des Bezirks Tiergarten wurde die Strecke wieder flacher. Ich umrundete die Siegessäule und konnte gerade noch am Strassenrand den Berliner Bären fotografieren. Kurz danach bogen die Halbmarathonis am kleinen Stern nach rechts ab. Für die 25km-Läufer ging es weiter durch das Brandenburger Tor, den Pariser Platz und der Strasse Unter den Linden. Hier war auch Kilometer 10 erreicht. Ich drückte mir ein mitgenommenes Gel in den Mund und trank an der folgenden Verpflegungsstelle reichlich Wasser, um dem klebrigen Geschmack aus dem Mund zu bekommen.

Der Wendepunkt der Strecke war die Umrundung des Gendarmenmarktes. Von hier aus ging es über die Leipziger Strasse, Potsdamer Platz, am Tiergarten vorbei Richtung Kurfürstendamm. Irgendwo zwischen Wittenberg Platz und Ku’damm muss ich dann auch Jörn fotografiert haben. Jörn läuft barfuß, was mir ehrlich gesagt erst aufgefallen ist, als er sich bei mir gemeldet hat. Jörn hat hier seinen Bericht vom BIG 25 veröffentlicht.

Meine Pace war gut als ich mit dem Läuferfeld in die Kantstrasse in Charlottenburg einbog. So gegen Ende, wenn die Strasse dann Neue Kantstrasse heißt, geht es Richtung ICC leicht bergauf. Obwohl die Steigung nicht sehr steil ist, merkte ich deutlich, dass ich langsamer wurde. Es war nicht dramatisch und mit der Halbmarathonzeit, die am Theodor-Heuss-Platz erreicht war, war ich mit 1:52:37 nur ca. 20 Sekunden langsamer als in Venlo.

Langsam wurden allerdings meine Schritte schwerer und ich erwartete das Ziel. Zwei Kilometer nach der HM-Markierung kommt das Olympiastadtion wieder ins Blickfeld. Eine kurze Runde noch um den Olympischen Platz und die Jesse-Owens-Allee und ich laufe durch das Marathontor in das Olympiastadion ein. Ein halbe Runde auf der blauen Stadionbahn und es ist geschafft. Am Ende stand eine 2:13:50 auf der Uhr und ich war glücklich ca. 3 Minuten vor meiner geplanten Zeit durchs Ziel gelaufen zu sein.

Das Wetter im Ziel war immer noch recht frisch und die Duschsituation nicht so besonders toll, sodass ich beschlossen habe mir nur trockene Sachen anzuziehen und im Hotel zu duschen. Alles in allem hätte der Lauf mehr Zuschauer an der Strecke vertragen können, zum Teil waren die Läufer dann doch unter sich auf der Strecke. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, bin ich im nächsten Jahr gerne wieder dabei, da es sich gut als Vorbereitungslauf eignet.

Venloop 2012 – 21098 Meter Party 1. April 2012

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Zur Vervollständigung meines Projekts stand am vergangenen Wochenende der Halbmarathon beim Venloop in Venlo in den Niederlanden an. Im letzten Jahr hat mir bereits Gerd von den Borbecker Raketen auf Facebook von der tollen Stimmung an der Strecke berichtet und in diesem Jahr wollte ich es selbst erleben.
Ich hatte mein Quartier kurz vor der Grenze in Kaldenkirchen aufgeschlagen und bin nur für den Lauf kurz mit dem Zug nach Venlo gefahren. Am Tag vorher findet die Startnummernausgabe in der Buisness-Lounge des Stadions „de Koel“ statt. Hier ist vielleicht ein kleiner Kritikpunkt an eine alles in allem gut organisierten Veranstaltung zu sehen. Die Lounge ist für die 13000 angemeldeten Läufer doch etwas beengt und bei der Anzahl der vorbestellten Shirt war man etwas zu knapp, sodass am Sonntag einige Größen nichtmetrisch verfügbar waren.
Die Veranstaltung umfasst, neben dem Halbmarathon und einem 10km-Lauf, auch einen 5km-Firmenlauf und mehrere Kinderläufe. Der Zeitplan ist sehr straff durchorganisiert, nach den Kinderläufen am Sonntagvormittag geht es um Punkt 12 auf die 10km-Runde. Da der Start zum Halbmarathon erst 105 Minuten später ist, hatte ich genügend Zeit mit das Treiben in der Staraufstellung zu beobachten. Unter lauten Technoklängen wurden die Läufer durch Cheerleader, die auf kleinen Gerüsten an den Seiten tanzten zum Warm-up animiert.
Vor dem Start zum Halbmarathon hatte ich noch Zeit Gerd und Markus zu treffen, bevor ich mich in den Startblock begab. Wie bei allen größeren Läufen gab es einen Einteilung nach Zielzeit. Ich hatte mir eine 1:55 ausgerechnet, insgeheim aber mit einer schnelleren Zeit geliebäugelt.
Nach dem Startschuss unter Konfettiregen dauerte es allerdings ca. 5 Minuten bis ich zur Startlinie kam. Es lief von Anfang an sehr gut. Ich konnte eine Pace von 5:10 gehen und hatte noch den Blick für einige Fotos. Der erste Kilometer ging durch die Altstadt von Venlo, in der die Zuschauer in Dreier- oder Viererreihen an der Strecke standen und die Läufer anfeuerten.
Nach einem kleinen Schlenker zum Maasufer ging es durch die Vorortbezirke von Venlo nach Süden Richtung Tegelen. Bei Kilometer 6 unterquert man die Autobahn. Bis hier hin war meine Pace besser als ich mir ausgerechnet habe, zeitweise lag ich sogar auf Bestzeitkurs. Über die gesamte Strecke war der Zuschauerzuspruch enorm und sogar durch häufiges Stimmungsnester an der Strecke verstärkt.
Ca. ab Kilometer 8 merkte ich allerdings, dass mein ursprünglich angeschlagenes Tempo etwas zu schnell war und meine Pace verlangsamte sich auf ca. 5:20-5:25. Bei Kilometer 10 dreht die Strecke wieder nach Norden. Ich hatte mit vorgenommen kurz vor dem Verpflegungspunkt bei Kilometer 11 ein Gel zu mir zunehmen. Das war besonders wichtig, da ich vergessen hatte mir die Bananen zum Mittagesssen einzupacken und demnach seit dem Morgen noch nichts gegessen hatte.
Bei Kilometer 13 überquert die Strecke parallel zur Autobahn die Maas. Dies war die einzige Stelle, wo lokationsbedingt der Zuschauerzuspruch etwas geringer war. Ich konnte im weiteren meine Pace halten während es durch die westlichen Vororte von Venlo ging.
Auch der Hammerman, den ein Sponsor bei Kilometer 17 an die Stecke gestellt hat, konnte mir nichts anhaben. Zwischen Kilometer 19 und 20 ging es parallel zur Eisenbahn wieder über die Maas Richtung Altstadt von Venlo, die immer noch proppenvoll mit Zuschauern war. Die Anfeuerungen der Zuschauer hat mich so gepusht, dass ich den letzten Kilometer in 4:57 absolviert habe. Im Ziel stand eine 1:52:11 auf meiner Uhr. Die offizielle Zeitnahme sagte dann 1:52:16, ich hatte wieder vergessen, die Autostopp-Funktion auszuschalten.
Mit einem erfreulichen Formtest und vielen schönen Eindrücken habe ich nach einem kurzen Shakehands mit Gerd im Ziel den Heimweg angetreten. Die Zeit von 1:52 könnte, wenn alles gut läuft auch eine sub 4 beim Rhein-Ruhr-Marathon in Duisburg geben. Wenn es bei den BIG 25 Anfang Mai in Berlin so gut läuft wie jetzt, bin ich ganz optimistisch.

Zum Schluß noch der Link zur Bildergallerie vom Venloop 2012.

 

Nachtrag 04.04.2012:

Ich habe die Videohighlights ganz vergessen.

Foto-Lauf(Love)-Story zwischen Wiesbaden und Mainz 11. März 2012

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Als vor einigen Tagen runHerneeiswürfelimsch und andere auf Facebook zum Themenlauf „Foto-Lauf(Love)-Story“ aufgerufen haben, habe ich natürlich begeistert zugestimmt und dem Lauftag entgegengefiebert. Meine Strecke von heute ist jetzt nicht die, die ich immer Laufe. Aber zu diesem Anlass habe ich mir einen Parcours ausgedacht, der einige der Besonderheiten meiner jetzigen Heimat verbindet.
Kurhaus WiesbadenIch starte bei bedecktem Himmel und ca. 8° in der Rheinlandstraße in Bierstadt und laufe durch das Wohngebiet Richtung Sonnenberg. Nach ca. 2,5 km kann ich einen kurzen Blick auf die Burgruine Sonnenberg erhaschen. Ich biege kurz hinter dem Hofgartenplatz in den Wiesbadener Kurpark ein. Nach ca. einem Kilometer läuft man auf der Strecke, die im August Teil des 70.3 Ironmans in Wiesbaden ist. Am Ende des Kurparks befindet sich das Kurhaus. Ich umrunde das Kurhaus und befinde mich auf dem Bowling Green . Dieser Platz zwischen Staatstheater und Kurhauskolonaden (hier befindet sich das Casino) wird auch von Zeit zu Zeit als Konzertarena genutzt.
Schlossplatz WiesbadenNur eine kurze Wegstrecke ist notwendig und ich stehe auf dem Schlossplatz. Das Ensemble von Stadtschloss, altes und neues Rathaus, sowie Marktkirche ist das zentrale Bild von Wiesbaden. Im Stadtschloss der nassauischen Kurfürsten befindet sich heute der hessische Landtag. Meine Laufstrecke führt mich Richtung Süden über den Luisenplatz zum Hauptbahnhof. Ich steige aber nicht in einen Zug, sondern biege nach rechts ab, um am Landeshaus vorbei Richtung Biebrich zu laufen.

Schlosspark BiebrichBei Kilometer 11 betrete ich den Biebricher Schlosspark. Der Park, der im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegt ist, beherbergt an Pfingsten das traditionsreiche Reitturnier. Am Ende des Schlossparks, direkt am Rheinufer befindet sich das repräsentative Schloss Biebrich.
Ich biege nach links ab und laufe am Rhein entlang Richtung Mainz. Hier wird die Strecke allerdings etwas unansehnlich, denn der Industriepark Kalle-Albert und das Zementwerk Dykerhoff säumen den Weg. Es sind noch vier Kilometer bis ich auf der Theodor-Heuss-Brücke den Rhein Richtung Mainz überquere.
Mainzer DomIn einer kurzen Schleife umrunde ich den Mainzer Dom, bevor ich zurück nach Kastel laufe, um mich mit der S-Bahn auf den Heimweg zu machen. 22,5 km und einige Fotos habe ich von diesem schönen Sonntagslauf mitgebracht. Da meine Marathonvorbereitung noch in vollem Gange ist, bin ich an dieser Stelle schon am überlegen, wohin mich meine Laufstrecke in der nächsten Woche führen wird. Bestimmt werde ich hier wieder davon berichten.

Mit ARQUE von Kelkheim nach Mainz 20. November 2011

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Vielleicht sollte ich zunächst erklären, was mit ARQUE gemeint ist und was der Sinn des ARQUE-Laufs ist? Hinter ARQUE verbirgt sicht die Arbeitsgemeinschaft für Querschnittsgelämte Rhein-Main-Nahe e.V., die zum Sammeln von Spenden über das Jahr verteilt diverse ausdauersportliche Veranstaltungen organisiert. Eine davon ist der jährlich im November stattfindende ARQUE-Lauf oder seit dem letzten Jahr ARQUE bike & run. Der Lauf führt über 34,7 km von Kelkheim über Hofheim, Försheim und Kastel zum Liebfrauenplatz am Mainzer Dom. Die Biker haben die Möglichkeit die Strecke einfach oder hin- und zurück zu absolvieren und kommen bei der vollen Distanz auf 75 km. Der Lauf erfolgt in geführten Gruppen je nach Pace zwischen 5:00 min/km bis 7:00 min/km. Auf der Strecke befinden sich 3 Verpflegungspunkte bei 13, 21 und 27 km an denen es die Möglichkeit des Einstiegs gibt für Teilnehmer, die nicht die volle Distanz absolvieren möchten.

Nebel und schattige 3° am Start in Kelkheim

Los ging es am Sonntag um 9.00 Uhr bei frostigen Temperaturen und dichtem Nebel an der Sportanlage „Am Reis“ in Kelkheim. Ich hatte mich in der Gruppe mit der Pace 6:00 min/km einsortiert und war zunächst mit Elan bei der Sache. Die Gespräche meiner Laufkollegen kreisten zunächst um die Zubereitung von Weihnachstmenus. Den ein- oder anderen Geheimtipp bei den Rezepten für Rouladen und rheinischen Sauerbraten konnte ich da abgreifen.

Die Strecke führte zunächst Querdurch Kelkheim, wobei nach ca. 2km eine zweite Gruppe von einem anderen Startort hinzustieß. Nach ca. 3,5km verläßt die Laufgruppe das Ortgebiet Richtung Landgaststätte Gundelhard. Zu meiner Überraschung wurden wir sogar von einer Bläsergruppe am Wegesrand verabschiedet.

Erster Verpflegungspunkt in Hofheim-Marxheim

Der Weg führt zunächst ca. 2-3km stetig bergauf, bevor es Richtung Hofheim wieder bergab geht. Die Gruppe durchquert die Kreisstadt des Main-Taunus-Kreises bevor am Ortsausgang von Marxheim an der Shell-Tankstelle die erste Verpflegung liegt. Begleitet von der Polizei auf einem Motorrad läuft die Gruppe nach Weilbach, wo nach kurzer Zeit die Autobahn A3 überquert wird. Der nächste Ort an der Laufstrecke ist Wicker, bevor es am Ortsende auf den Panoramaweg im Regionalpark Rhein-Main vorbei an den mittlerweile abgeernteten Weinstöcken zur zweiten Verpflegung geht.

Durch die Eröffnung der Nord-West-Bahn am Frankfurter Flughafen liegt der Ort Flörsheim, auf dessen Gemarkung die zweite Verpflegung liegt, genau in der Einflugschneise. So hatten die Läufer während der kurzen Rast bei Tee und Bananen das zweifelhafte Vergnügen die anfliegenden Flugzeuge zu betrachten.

Letzte Rast vor dem Ziel in Hochheim am Main

Die Laufstreck führte uns, bei mittlerweile strahlendem Sonnenschein weiter Richtung Main. Die letzte Rast erfolgte an der DLRG-Station von Hochheim, bevor die letzten 7 km über die Kostheimer Maaraue und die Theodor-Heuss-Brücke zwischen Kastel und Mainz zum Domplatz in Angriff genommen wurden.  Bis hier war ich pacemäßig auch noch im grünen Bereich, ob wohl die Gruppe z.T. etwas schneller als 6:00 unterwegs war. Auf dem letzten Teilstück wurde es dann doch etwas hart für mich, vor allem da ich seit September keine Distanzen über 25km mehr trainiert habe. Das es ohnehin kein Wettkampf war, war es mit auch relativ egal als letzter meiner Gruppe ins Ziel auf dem Mainzer Liebfrauenplatz zu kommen.

Das Ziel im Schatten des Mainzer Doms

Nach einer Stärkung mit Bananen, 5-Minuten-Terine und Bier (in dieser Reihenfolge) ging es mit dem Bus zurück nach Kelkheim. Auf der ca. 50 minütigen Busfahrt merkte ich mir schon die Anstrengung an, da mich eine gewisse Müdigkeit überkam. Alles in allem war es ein tolles Laufevent, dass ich versuchen werde im nächsten Jahr zu wiederholen.

Zum Abschluß noch eine Fotogalerie einiger Laufeindrücke.

Eingegangen, Abgesoffen, Weggebeamt 4. Oktober 2011

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Der Bodensee 3-Länder-Marathon von Lindau nach Bregenz gehört nach diesem Wochenende nicht zu meinen Freunden. Das Laufevent am Bodensee war eingebettet in den Jahresausflug meines Lauftreffs und somit hatte ich keine hochfliegenden sportlichen Ziele. Lauftreffausflüge sind in der Regel mit einem feucht-frölichen Programm umrahmt, so dass eine überragende Leistung nicht zu erwarten war, aber darum ging es auch gar nicht.

Die meterologischen Voraussetzungen waren schon nicht die Besten. Während fast ganz Deutschland bei herrlichem Sonnenschein den Spätsommen genossen hat, waberte über dem Bodensee eine zähe Hochnebeldecke, die erst auf ca. 700 m Meereshöhe den Blick auf die Sonne freigab und auch an den Vortagen am Nachmittag nicht verschwand. Zu allem Überfluß hatte jemand in der Gruppe mit Verdauungsproblemen zu kämpfen und diese dann auch an andere Teilnehmer „verteilt“. Ich konnte von Glück sagen, dass er nicht nur die Viren, sondern auch die entsprechenden Medikamente in der Gruppe geteilt hat.

Seebühne Bregenz mit dem Bühnenbild für "André Chènier"

So stand ich dann mit einem etwas flauen Gefühl in Bregenz am Hafen um auf die Überfahrt nach Lindau zu warten. Da sich das Gefühl in der Magengegend nicht verschlimmerte, habe ich auf die Wirksamkeit des Medikaments vertraut und den Rest auf die aufsteigende Nervosität geschoben. In Lindau angekommen war der Hafen bereits voll von Läufern. Da ich auf dem vorletzten Schiff war, war der Zeitplan recht eng gesteckt, da bereits ca. 30 min vor dem Start die Kleiderbeutelabgabe schließt und man ca. 20 min vor dem Start im Startblock sein soll. Mit 7500 Startern auf den drei ausgeschriebenen Strecken Marathon, Halbmarathon und Viertelmarathon, sowie der Staffel verzeichnete der Veranstalter einen Teilnehmerrekort. Entsprechend eng ging es in der Staraufstellung zu.

Nervosität vor dem Start

Als das Läuferfeld um 11:11 Uhr auf die Strecke geschickt wurde, lichtet sich auch ganz allmählich der Nebel. Meine Nervosität in der Magengegend hatte sich gelegt und ich konnte auch für die ersten 5km mein geplantes Tempo angehen. Nach genau einer halben Stunde habe ich bei Kilometer 5,5 die Grenze nach Österreich überquert. Auf den folgenden Kilometern habe ich allerdings gemerkt, dass dies bereits der zweite Halbmarathon innerhalb von 4 Wochen ist. Ich hatte mit einer gewissen Ermüdung gerechnet, allerdings noch nicht so schnell. Da ich noch gut in der Zeit lag, habe ich mir darüber keine weiteren Gedanken gemacht.

Läuferfeld in der Lindauer Altstadt

Bei Kilometer 11 durchläuft man die Bregenzer Seebühne. Kurz vorher ist ein Verpflegungspunkt den ich etwas vermasselt habe, indem ich am Wasser vorbeigelaufen bin und gegen Ende irgendwas getrunken habe, was mir im nachhinnein nicht bekommen ist bzw. Magenkrämpfe verursacht hat. Es kann allerdings auch sein, dass das Durchfallmedikament in seiner Wirkung nachgelassen hat. Ich habe auf den folgenden Kilometern meine Pace um mindestens 30 sek. reduzieren müssen und sogar die eine oder andere Gehpause eingelegt. Die Einnahme eines Gels, die ich bei km 12 geplant hatte, habe ich seien gelassen, um die Magenprobleme nicht zu verschlimmern.

Bodenseeufer bei Lochau

Im folgenden habe ich mich nur darauf konzentriert ins Ziel zu kommen, egal mit welcher Zeit. Erleichterung gab es bei Verpflegungspunkt an Kilometer 15 kurz nach überqueren der Bregenzer Ach. Hier gab es zusätzlich zu den Getränken auch Bananen. Da ich mich sonst bei Läufen immer mit Gels ernärt habe, war ich zunächst skeptisch. Aber der Gedanke an die Aussage der Sporstkameraden aus dem Lauftreff, das Bananen gut bei Durchfall seien, hat mich dann doch zugreifen lassen. Und in der Tat die Magenkrämpfe ließen nach. Ich konnte zwar nicht an die Pace anknüpfen, die ich zu beginn des Rennens gegangen war, was mir aber in dem Fall ziemlich egal war, das Ziel war jetzt „Ankommen“!

Kloster Mehrerau

Bei Kilometer 18 zur letzten Verpflegung durchquert man das Kloster Mehrerau, bevor man im Bregenzer Casino-Stadion ins Ziel läuft. Mit einer Gesamtzeit von 2:02:08 bin ich in sofern nicht zufrieden, weil es mir unterwegs so dreckig gegangen ist. Positiv an diesem Lauf ist allerdings die super Stimmung an der Strecke und die üppige Zielverpflegung. Nach einigen Bananen im Ziel waren die Magenkrämpfe auch vergessen und ich konnte mich sogar am alkoholfreien Weissbier des Sponsors erfeuen. Noch ein kleines Wort zu Organisation, die alles in allem sehr gut war, allerdings mit 7500 Teilnehmern an die Grenze des machbaren stößt. Bedenklich fand ich allerdings, dass es beim Verlassen des Stadtioninnenraumes zu Staus gekommen ist. Im Falle von unvorhergesehenen Ereignissen kann das schnell zu Problemen mit Drängeleien oder Schlimmerem füren.

Vor dem Ziel im Casino-Stadion Bregenz

Als Fazit beibt fest zu halten, dass ich in meinem Projekt der 25 Halbmarathons nun einen Haken hinter Bayern und Österreich machen kann, aber ich hier noch eine Rechnung offen habe. Die Strecke ist schön und kann bei besserm Wetter, wie mir berichtet wurde, auch richtig reizvoll (Alpenpanorama oder so?) sein. Daneben ist sie, weil es ständig am Bodenseeufer entlang geht, auch relativ flach, so dass eigentlich eine gute Zeit hätte möglich sein können. In diesem Sinne ist eine Wiederholung des Events auf der To-Do-Liste gelandet.

Run to the B(H)eat – Basel 17. September 2011

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Wenn es am Start zu einem Halbmarathon schon 25° sind, weiß man eigentlich schon, dass es keine leichte Veranstaltung wird. Aber alles nach einander. Der Run to the Beat Basel beginnt um 8:30 mit dem Start des Marathons. Um 9:15 startet der Schnupperlauf über 7 km (1/6 Marathon) und der Start des Halbmarathons ist um 11:00. Die Strecke ist so ausgelegt, dass man als Halbmarathoni fast auf der zweiten Runde des Marathons läuft. Es gibt kleine Abweichungen, auf die ich nachher noch komme. Für die Marathonläufer ist des der Kilometer 26, wenn sie erneut am St. Jakobspark, dem Startgeläde, vorbei kommen.  Zur Startzeit des Halbmarathons kommen gerade die Läufer mit einer Zielzeit von 3:45 am Start vorbei.

Ich hatte mir Basel ausgesucht, da es einigermaßen nah ist (um mein Projekt mit den 25 Halbmarathons fortzuführen) und von der Strecke recht eben erschien. Ich hatte gut trainiert und war trotzdem relativ nervös am Start, da ich mir zeitmäßig einiges vorgenommen hatte. Es sollte zumindest eine 1:55 rauskommen, jemehr gegen 1:50 umso besser. Das sonnige Wetter und die recht hohen Temperaturen sollten mich später noch erheblich bremsen.

Start an der St. Jakob-Halle

Das Startgelände um die St. Jakob-Halle ist für ein solches Event sehr gut geeignet. Es gibt genügend Platz zum Umziehen und ausreichend Toiletten. Nur die Kleiderbeutelabgabe (3 LKW hinter der Halle) hätte etwas besser ausgeschildert werden können. Ansonsten gab es von meiner Seite keine Kritikpunkte an der Organisation.

Nach dem Start, wie gesagt bei 25° und Sonnenschein führt die Strecke zunächst nach Norden an der Birs entlang, die nach ca. einem Kilometer Richtung Birsfelden überquert wird. Ich war natürlich wie immer zu schnell. Ich hatte mir eine Pace von 5:21-5:17 vorgenommen und der Garmin zeigte eine 5:10 für den ersten Kilometer. Nach 3 Kilometern erreicht das Läuferfeld das Kraftwerk Birsfelden und biegt nach links, das Rheinufer entlang, ab. Die Läufer überqueren die Birs auf einer Holzbrücke, die unter dem getrappel der Laufschuhe anfängt zu dröhnen. Meine Pace war bis hier her immer noch leicht zu schnell, ich habe mich aber nicht schlecht dabei gefühlt.

Nach 5 km verlassen die Läufer den St.Alban-Rheinweg um schräg links den Mühlberg hoch zu laufen. Dies ist die einzige Steigung des Laufes, aber dafür ganz schön knackig. Auf ca. 300m geht es 20m in die Höhe, um nach kurzer Flachpassage mit der Wettsteiner Brücke den Rhein zu überqueren. Hinter der Brücke liegt der zweite Verpflegungspunkt und die Läufer biegen auf den Oberen Rheinweg ein. Der Straßenbelag besteht hier, wie auch in Prag, aus Kopfsteinpflaster. Ich habe es allerdings bei weiten nicht so störend empfunden wie im April. Ich nehme an, dass es daran lag, dass es erst Kilometer 6 und nicht 18 war.

Auf diesem Streckenabschnitt pendelte sich meine Pace auch in dem geplanten Bereich von 5:17 ein, aber die steigende Hitze machte mir zunehemend zu schaffen. Es wird gut und gerne 28° gehabt haben. Ich war froh schattige Streckenabschnitte zu finden. Ideal war hier die Passage am Hochhaus von Novartis.

Der nachfolgende Streckenabschnitt ist nicht mehr ganz so ansehnlich, da das Läuferfeld den Basler Hafen und ein Industriegebiet durchqueren. Hier wurden meine Schritte auch langsamer. Ein Blick auf mein Garminverriet mir, dass meine Pace zwischenzeitlich sich auf 5:36 verlangsamt hatte.  Das Studium des Streckenplans vor dem Rennen zeigte, das bei Kilometer 12,5 ein Getränkestand sein sollte, also habe ich vorher mein mitgenommenes Gel eingeworfen. Der Getränkestand kam gefühlt zwar etwas später, aber das lag dann eher an der weiteren Verlangsamung meiner Schritte.

Der Streckenabschnitt ab Kilometer 11 war das totale Kontrastprogramm zu der Industrielandschaft am Hafen. Hier ist auch die „Ausleitung“ der Marathonläufer, die eine andere Strecke zum Ziel nehmen. Die Halmarathonstrecke führt bis ca. Kilometer 14 an der Weisse entlang. Die Wiesen am Fluß werden von den Baselern gerne als Grillwiese genutzt, sodass den Läufern der Duft der Grillfeuer um die Nase weht. Auch die Tatsache, dass die Strecke zum großen Teil im schattigen Wald liegt ist ein großer Vorteil.

Kurz vor Kilometer 14 überquert die Laufstrecke die Weisse und dreht in südliche Richtung dem Ziel entgegen. Die Strecke führt nur über sonnendurchflutete, schattenlose Felder. Langsam begann allerdings das Gel seine Wirkung zu entfalten, so dass sich meine Schritte wieder beschleunigten. Ab Kilometer 16 konnte ich wieder eine Pace von ca. 5:20 gehen und habe einige Läufer, die mich zuvor überholt hatten wieder kassieren.

Vor dem letzten Getränkestand bei Kilometer 18km kommen auch die Marathonis wieder dazu. Die Strecke verläuft durch ein Wohngebiet zum Badischen Bahnhof, der in einem Tunnel unterquert wird. Hier ist mir etwas seltsames passiert: Ich bin auf den Marathon-Pacemaker für 4:30 aufgelaufen. Um ihn herum eine dichte Traube von Läufern, die dem Pacemaker folgten. Da im Tunnel die Strecke für die Läufer verengt wurde war es sehr schwierig an den Marahonis vorbei zu kommen, denn diese hatte ein sehr viel langsameres Tempo drauf als ich vorhatte.

Basler Rathaus auf dem Marktplatz

Nach einem kurzen Schlenker über die Basler Messe biegt man für den letzten Kilometer auf die Clarastrasse, der Einkaufsstrasse in Kleinbasel, ein. Hier konnte ich noch ettliche Läufer einholen. Ich überquere die Mittlere Brücke daraufachten nicht über die Strassenbahnschienen zu stolpern und laufe zum Ziel auf dem Marktplatz direkt vor dem Basler Rathaus. Die Uhr bleit für mich bei 1:53:48 stehen.

Ausgepumpt und glücklich ziehe ich mir noch das ein oder andere schweizer Sponsorengetränk rein, hole meine Tasche, ziehe mich um und fahre zum Hotel. Ein aufregender und heißer Halbmarathon ist zu Ende gegangen. Mehr am 2. Oktober zwischen Lindau und Bregenz zum 3.Länder-Marathon.

3x Ironman und zurück 14. August 2011

Posted by HipHop_Runs in 2011, Laufstrecken.
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Meine heutige lange Laufrunde habe ich so geplant, dass ich die Akteure des Ironman 70.3 in Wiesbaden mindestens dreimal auf der Strecke beobachten konnte. Nach dem gestrigen Twitterlauftreffgrillen war ich heute morgen gar nicht so frisch und brauchte etwas um in die Gänge zu kommen. Darum bin ich auch erst gegen halb 9 losgekommen. Meine Strecke führte mich über Hessloch nach Naurod-Erbsenacker, wo die Teilnehmer die erste größere Steigung zu absolvieren hatten.
Nach kurzem Anfeueren einiger Teilnehmer führte mich mein Weg zur Platte. Auf der neuen Radstrecke des Ironman 70.3 ergibt es sich, dass die Teilnehmer hier zweimal vorbei kommen.
Ich wusste, dass Sortskammerad Gerhart aus meinem Verein nach seiner Planung so gegen 11 Uhr auf der Platte sein würde. Was ich nicht erwartete ist, dass er mich früher erkannte und mir unvermittelt sein Rad in die Hand drückte, weil er ganz dringend für kleine Ironmänner musste. Anschließend kam der angenehmere Teil der Laufstrecke für mich, 8km Abstieg zur Laufstrecke an der Danziger Strasse in Sonnenberg. Die Spitze war zu dieser Uhrzeit leider schon druch, aber ich konnte noch zwei Bekannte auf der Laufstrecke anfeuern. Nach 30 Minuten Pause habe ich dann meine Runde über die Schuppstrasse und den Weg durch die US-Army-Siedlung nach 26km beendet.

Hamburg Marathon 2011 – Hitziges Debut 26. Mai 2011

Posted by HipHop_Runs in 2011, Laufen, Laufstrecken, Marathon, Twitterlauftreff.
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Hamburg Marathon 2011


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Type: Run – General
Duration: 4:04:40
Distance: 42.54 km

Es ist der 22.Mai 2011 um 8:30 und ich stehe bei strahlendem Sonnenschein in der Startaufstellung für den Hamburg Marathon. Hätte mir das vor fünf Jahren jemand das gesagt, ich hätte ihn für verrückt erklärt. Besonders, wenn er hinzugefügt hätte, dass ich knapp fünf Stunden später und nach 42km Wegstrecke im Ziel bin. Denn zu dieser Zeit hatte ich noch das Motto: „No Sports!“ – wie sich Zeiten und Einstellungen ändern können.

vor dem Start

Doch nun der Reihe nach. Ich stehe im Startblock I und halte gespannt Ausschau nach Heiko (@bartlog) vom #twitterlauftreff. Er hatte sich Tags zuvor angeboten mich beimeinem Marathon-Debut zu begleiten. Leider hatten wir nicht den gleichen Startblock, so dass die Absprache war, wenn wir uns am Start nicht sehen sollten, ich ihn am rechte Streckerand laufend einholen könne.

Meine Nervosität war dann doch so groß, dass ich noch etwas in die Dixi-Klos bringen musste, bevor der Startschuß fiel (in Hamburg traditionell kein Schuß, sondern das Läuten einer Schiffsglocke). Die Sonnenstrahlen auf der Schulter waren schon fast unangenehm, so warm war es zu dieser Zeit. Als dann endlich mein Startblock auf die Reise geschickt wurde, habe ich mich zunächst von der Euphorie tragen lassen und bin zu schnell angegangen. Der Blick auf meine Garmin-Uhr nach den ersten 500m, zeigte eine Pace von 5:05 min/km. Das war eindeutig über meiner angepeilten Pace von 5:51 min/km. Ich hatte mir ausgerechnet (bzw. rechnen lassen), dass ich mit dieser Pace und einer langsamen Steigerung im zweiten Teil auf einer Endzeit von 4:05 landen würde.

Auf dem Weg zur Startlinie (Reeperbahn)

Ich musste mich dann langsam wieder einfangen, um auf die geplante Pace zurück zu kommen. Das abbremsen wurde dadurch „erleichtert“, dass ich kurzzeitig an der rechten Schienbeinaußenseite verkrampfte. Das ist mir in den vergangenen 900 Trainingskilometern nicht einmal passiert und jetzt das! Nach 2km bin ich dann zu Heiko aufgeschlossen, den fröhlich mit seinem Handy die Stimmung an der Strecke einfing. Ich hatte ebenfalls eine Kamera mit, um einen ersten Marathon zu dokumentieren. In den folgenden ca. 10 km ließ sich Heiko öfters zurückfallen oder lief einige Meter nach vorne, um an der Strecke zu fotografieren. Das imponierte mir als Neuling schon sehr, da ich von meinen Halbmarathonstarts wußte, wie anstrengend es ist, immer abzubremsen und neu Fahrt aufzunehemen.

auf der Elbchaussee

Nach der ersten Wasserstelle bei km 5 war dann auch die Verkrampfung im rechten Schienbein gelockert und ich konnte ein konstantes Tempo angehen. Die Strecke auf der Elbchaussee ist auch besonders angenehm, weil durch die hohen Bäume sowohl schattig, als auch windgeschützt ist. Kurz von km 10 erreicht das Läuferfeld den Fischmarkt. Von hier bis zu den Landungsbrücken ist eine super Stimmung, die Zuschauer stehen in mehreren Reihen an der Strecke. Meine 10km Zwischenzeit lag mit 0:58:11 im Bereich meiner Vorgaben.

Der König von St. Pauli

Kurz vor dem Wallingtunnel in der Nähe des Hauptbahnhofs haben dann Heiko und ich den Zeitläufer für 4:15 überholt, allerdings hatte dieser schon seinen Luftballon verloren, so dass nur an dem Aufdruck auf seinen Kompressionsstrümpfen zu erkennen war, welche Zeit er läuft. Den folgenden Streckenabschnitt zwischen Jungfernstieg und Schöne Aussicht fand ich besonders angenehm. Die Strecke war breit genug und nicht allzu kurvig, man konnte es gut „rollen“ lassen.

Sektfrühstück bei Hamburg Marathon (Schöne Aussicht)

Besonders cool sind die Zuschauer hier im Bereich dieses Nobelviertels an der Außenalster, stilvoll betrachtet man das Laufspektakel beim Sektfrühstück am Streckenrand. Auf den nächsten 3 km bis zur Halbmarathondistanz wurde die Hitze doch unangenehm, obwohl ich sie jetzt besser wegstecken konnte als vor 6 Wochen beim Prag Halbmarathon. Meine Halbmarathonzeit lag bei 2:00:30 und somit ca. 2 1/2 Minuten schneller als veranschlagt.

grelle Farben

Ab km 22 geht es am Stadtpark vorbei und an der U-Bahn Station „Saarlandstrasse“ ging richtig die Post ab. Trotz des Pushes durch die Zuschauer merkte ich allerdings, dass ich so langsam an einen „toten Punkt“ komme. Ideale Gelegenheit einen meiner Gelpacks zu knacken. Ein, zwei Kilometer später war der Hänger auch überwunden und ich konnte mein bisheriges Tempo wieder aufnehmen. Was auch dringend notwendig war, denn ca. ab km 25 verläuft die Streck durch ein etwas ödes Büroviertel. Der Zuschauerzuspruch hier ist erheblich geringer und das Laufen auf den schattenfreien Strassen bei Temperaturen von mittlerweile ca. 26° C wurde langsam anstrengend.

Da traf es sich gut, dass der Streckenverlauf ab km 28 in der Nähe der Alster durch eine parkähnliche Gegend führt, in der die hohen Bäume reichlich Schatten spendeten. Und dann am nördlichsten Punkt der Strecke folgt der absolute Hammer! An der U-Bahn-Station „Ohlsdorf“ standen die Zuschauer dicht gedrängt an der Strecke und das Dröhnen der Sambatrommeln riß einen förmlich mit: Ein „geiles Erlebnis“!

geile Stimmung (Am Hasenberge/Ohlsdorf)

So schnell die Euphorie gekommen war, so schnell war sie auch wieder weg, denn ich befürchtete die Begegnung des „Manns mit dem Hammer“ je näher ich km 35 kam. Also noch schnell das zweite Gelpack eingeworfen, um die Begegnug noch etwas hinauszuzögern. Die Strecke wurde wieder etwas eintöniger, wenn auch etwas abschüssiger. Heiko, der mich die ganze Zeit begleitete, hatte allerdings seit ca. 10km seine Fotosession abgebrochen, da sein Handy einen Wasserschaden hatte. Eine seiner Andeutungen habe ich dann so verstanden, dass ihm der Lauf mittlerweile auch keinen Spaß mehr macht und er sich erheblich quälen musste.

Im Streckenabschnitt zwischen „Eppendorfer Baum“ und „Klosterstern“ war wieder absolutes Gänsehautfeeling angesagt. Trotz langsam weicher werdender Beine, wird man durch die zahlreichen Zuschauer und die tolle Musik von NDR 90,3 nach vorne getrieben. Das ist auch bitter nötig, denn der kleine Anstieg nach der Wasserstelle und der Einmüdung zur Rothenbaumchaussee ist nach 37,5 km in den Beinen doch schon einigermaßen hart. An dieser Stelle habe ich dann auch irgendwie Heiko verloren.

Im Ziel (Glacischausee)

In gespannter Erwartung, irgendwo am Rande der Strecke @VictoriaHamburg zu sehen, die ich tags zuvor kennengelernt habe, lief ich die Rothebaumchaussee hinunter. Ich könnte sie leider nicht am Streckenrand ausmachen, was mir in diesem Moment dann auch wieder ziemlich zweitrangig war, da mein Magen anfing zu rebellieren. Auf den folgenden 1,5 km musste ich mich eher darauf konzentrieren mich nicht zu übergeben als Zuschauer am Streckenrand zu identifizieren. Mit einer kurzen Gepause genau vor meinem Hotel bei km 40,5 ging dann auch die Übelkeit soweit weg, dass ich die verbleibenden 1,7 km gut hinter mich gebracht habe. Nach 4:04:39 habe ich dann glücklich und erschöpft den Zielstrich in der Glacischaussee überquert. Das war ein so tolles Erlebnis, dass es bestimmt nicht mein letzer Marathon gewesen sein wird.

noch 195 Meter zum Ziel

Bilder Galerie „Hamburg Marathon 2011“